Entwicklung sicherer Schnellladetechnik 500 km Reichweite in 10 Minuten laden

Am EFZN arbeiten Forscher im Projekt MoBat an einer sicheren Schnellladetechnik für Hochleistungsanwendungen.
Am EFZN arbeiten Forscher im Projekt MoBat an einer sicheren Schnellladetechnik für Hochleistungsanwendungen.

Elektrofahrzeuge erheblich schneller laden – Mit diesem Ziel ist das Projekt MoBat gestartet, das im Batterie- und Sensoriktestzentrum des Energie-Forschungszentrums Niedersachsen in Goslar umgesetzt wird.

In MoBat werden Ergebnisse aus bisherigen Forschungsarbeiten zur lebensdauerneutralen Schnellladung von Lithium-Ionen-Batterien auf Batteriesysteme für industrielle Einsatzzwecke übertragen. Beispielweise werden Erkenntnisse, die bei batterieelektrischen Schwerlastfahrzeugen am Hamburger Hafen gewonnen wurden, verwendet.

Entwickelt werden soll ein sicheres, modulares Batteriesystem für Hochleistungsanwendungen – etwa für Elektrobusse. Dazu werden Ladegerät, Ladetechnik, Batteriesystem und Sicherheits- bzw. Messtechnik in ein Gesamtsystem integriert und deren Funktion im Batterie- und Sensoriktestzentrum des Energie-Forschungszentrums Niedersachsen (EFZN) getestet.

Eine Herausforderung dabei liegt im Bereitstellen hoher elektrischer Leistungen mit einer neu konzipierten Ladetechnik. Weitere Herausforderungen sein die mit Schnellladungen einhergehenden extremen elektrischen und thermischen Belastungen der Batterie sowie die damit verbundene Sicherheits- und Lebensdauerproblematik.

Insbesondere soll das Zusammenwirken von vergleichsweise kleinen, aber besonders leistungsstarken Li-Batterien und effizienter Ladetechnik optimiert werden. Im Fokus der Untersuchungen stehen der Einfluss von Schnellladungen auf die Batteriealterung sowie die unter Sicherheitsaspekten automatisierte Ladetechnik. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse sollen für eine Schnellladestrategie in Hochleistungsanwendungen verwendet werden. Neben Elektrobussen kommen auch andere Schwerlastbereiche infrage. 

An dem Forschungsprojekt arbeiten Wissenschaftler der TU Clausthal und des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts zusammen mit Industriepartnern.
Das Bundeswirtschaftsministerium fördert das Verbundprojekt mit insgesamt 2,5 Mio. Euro. Hinzu kommen rund 1 Mio. Euro aus Industriemitteln.