Versicherungsschäden im Straßenverkehr GDV-Studie zum zukünftigen Einfluss der Assistenzsysteme

Der GDV hat untersucht, welchen Einfluss autonome Fahrzeuge auf Anzahl und Höhe der Versicherungsschäden haben wird.
Der GDV hat untersucht, welchen Einfluss autonome Fahrzeuge auf Anzahl und Höhe der Versicherungsschäden haben wird.

Die Fahrerassistenzsysteme und auch die autonomen Kraftfahrzeuge werden die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen und den einen oder anderen Unfall mit Versicherungsschaden vermeiden. Der GDV hat untersucht, wie sich die gesteigerte Verkehrssicherheit auf die Versicherungsleistungen auswirkt.

Im Jahr 2015 haben die Kfz-Versicherer Schäden in Höhe von rund 22 Mrd. Euro reguliert. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die finanzielle Auswirkung der Fahrerassistenzsysteme auf die Schäden im Straßenverkehr untersucht. Die Untersuchung hat den Einfluss von nachfolgenden Systemen analysiert:

  • Spurhaltesystem
  • Spurwechselassistent
  • Notbremsassistent
  • Park- und Rangierassistent
  • Autobahnpilot
  • Stadt-/Landstraßenpilot

Den größten Effekt auf Kfz-Haftpflichtschäden haben demnach Notbremsassistenten sowie Park- und Rangierassistenten. Bis 2035 können die Systeme jeweils zu Einsparungen von rund 5 bis 10 Prozent führen.

Schäden am eigenen Fahrzeug werden am besten mit einem Park- und Rangierassistenten vermieden, der nicht nur warnt, sondern aktiv lenkt und bremst. Die Reduzierung der Kaskoschäden bis 2035 Einsparungen liegt hier zwischen 4 und 8 Prozent.

Der Prognose zufolge werden die gesamten Entschädigungsleistungen der Kfz-Versicherer bis 2035 im Vergleich zu 2015 durch die neuen Systeme, je nach Verbreitung, um 7 bis 15 Prozent sinken.