Continental Mobilitätsstudie 2016 Der vernetzte Truck

Die Mobilitätsstudie 2016 "Der vernetzte Truck" von Conitnental zeigte, dass beim automatisierten Fahren noch viel Aufklärungsarbeit notwendig ist.
Die Mobilitätsstudie 2016 "Der vernetzte Truck" von Conitnental zeigte, dass beim automatisierten Fahren noch viel Aufklärungsarbeit notwendig ist.

Wettbewerb, Umweltauflagen, digitale Technologien, neue Akteure im Transportgeschäft, Mangel an qualifizierten Fahrern – an Herausforderungen mangelt es der Transportbranche nicht, wie die Continental Mobilitätsstudie "Der vernetzte Truck" zeigt.

„Der Zwang zum Sparen in der Transportbranche ist der Rahmen für unsere vielfältigen Bemühungen zur weiteren Optimierung der Nutzfahrzeuge. Es ist auch eine Basis für unsere Bestrebungen, automatisiertes Windschattenfahren mit geringeren Fahrzeugabständen so schnell wie möglich in die Serie zu bringen. Technisch arbeiten wir daran. Nun muss zügig der gesetzliche Rahmen geschaffen werden“, erläutert Dr. Elmar Degenhart, Vorstandsvorsitzender von Continental.

Im Kontext von Kostendruck und den in der Branche erwarteten stärkeren Umweltauflagen, zeigen folgende Aussagen der Fahrer zu spritsparendem Verhalten noch Optimierungsmöglichkeiten auf: Im Nahverkehr bis 150 km Radius sagen 28 Prozent der Befragten Fahrer in Deutschland, dass spritsparendes Fahren in ihrer Firma kein großes Thema sei. Gleiches sagen immerhin 19 Prozent der im nationalen sowie internationalen Fernverkehr eingesetzten Fahrer. Auch fast die Hälfte der Fahrer von Kleintransportern und Lastwagen bis 7,5 t betonen: Spritsparendes Verhalten sei kein großes Thema. Bei Flotteninhabern und -managern stehen dagegen Technologien, die Spritsparen unterstützen sowie Reifendruckkontrollsysteme, die über den korrekten Reifendruck maßgeblich den Verbrauch ebenfalls beeinflussen helfen, auf Platz 2 beziehungsweise 3 der Wunschliste der Anschaffungen.

Mit den heute eingesetzten Nutzfahrzeugen zeigt sich die Branche überwiegend zufrieden: Dies gilt vor allem in puncto Zuverlässigkeit (67 Prozent) sowie Service und Wartung (64 Prozent). Zwei Drittel der Fahrer in Deutschland schätzen bei den Assistenzsystemen vor allem die Zuverlässigkeit und Bedienfreundlichkeit (jeweils 66 Prozent). Auffällig: 72 Prozent der Fahrer mit mindestens 30 Jahren Berufserfahrung wünschen sich mehr Assistenzsysteme. Gleichzeitig ist das Interesse am automatisierten Fahren noch gering. Selbst angesichts des enormen Kosten- und Wettbewerbsdrucks in der Branche sehen nur 28 Prozent der befragten Logistik-Experten im automatisierten Fahren eine Chance für die Branche. In China sind es dagegen fast die Hälfte (47 Prozent). Hier muss die Branche noch viel Überzeugungs- und Informationsarbeit bis zum Serieneinsatz leisten.

Mit der „Mobilitätsstudie 2016 – Der vernetzte Truck“ liegt nun mehr die vierte Mobilitätsstudie des Automobilzulieferers vor. Das Markt- und Sozialforschungsinstitut infas befragte Logistikexperten, Spediteure, Flottenbetreiber sowie Fernfahrer in Deutschland und China. Im Fokus befinden sich die Herausforderungen, die für die Logistikbranche durch Digitalisierung und Vernetzung entstehen.