Verkehrssicherheit Bosch bringt den Autopiloten auf die Straße

Hochautomatisiert fahren Bosch-Entwickler auf deutschen Autobahnen. Die Testfahrten helfen, die Funktionen in alltäglichen Fahrsituationen zu erproben und weiter zu verbessern.
Hochautomatisiert fahren Bosch-Entwickler auf deutschen Autobahnen. Die Testfahrten helfen, die Funktionen in alltäglichen Fahrsituationen zu erproben und weiter zu verbessern.

90 Prozent aller Verkehrsunfälle werden in Deutschland vom Fahrer verursacht. Automatisiertes Fahren soll den Verkehr in nicht mehr allzu ferner Zukunft sicherer und effizienter gestalten. Daran arbeitet auch Bosch, wie der Zulieferer auf dem 14. Internationalen Stuttgarter Symposium verkündete.

 „Automatisiertes Fahren kann die Zahl der Unfälle drastisch senken und sorgt damit für deutlich mehr Sicherheit im Straßenverkehr“, erklärt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung. „Ein verbesserter Verkehrsfluss senkt darüber hinaus den Verbrauch.“ Bereits heute übernehmen Assistenzfunktionen unterschiedliche Fahraufgaben. Noch leistungsfähigere Systeme werden in Zukunft den Autofahrer immer umfassender unterstützen und so Schritt für Schritt den Weg zum vollautomatisierten Fahren bereiten.

Aktuell am Start ist der Stauassistent, der das Fahrzeug bis zu Geschwindigkeiten von rund 60 km/h auch in der Spur hält. Diese Unterstützung wird Schritt für Schritt weiter ausgebaut. „Spätestens 2020 ist das hochautomatisierte Fahren serienreif, in der nächsten Dekade folgt das vollautomatisierte Fahren“, prognostiziert Denner. Zeitlich noch früher automatisiert Bosch das Parken. Demnächst steuert die Technik des Zulieferers das Auto fahrerlos per Smartphone-App in die freie Lücke, und in einigen Jahren findet es im Parkhaus allein den Weg zum freien Stellplatz.

In den kommenden Jahren haben die Entwickler noch vielfältige Aufgaben zu lösen. Schwerpunkte:

  • Sensorkonzept für die 360°-Umfelderfassung.
  • Redundante Systemarchitektur
  • Funktionale Sicherheit sowie Datensicherheit gegenüber Angriffen von außen
  • Hochgenaue Kartendaten
  • Rechtliche Regelungen