Bosch kooperiert in China Autonomes Fahren – nicht ohne Kartenmaterial

Bosch kooperiert mit chinesischen Unternehmen.
Bosch optimiert das digitale Verkehrsnetz.

In Bezug auf fahrerloses Fahren gibt es verschiedene Einflussgrößen, die zwingend erforderlich sind. Das digitale Verkehrsnetz gehört zu diesen Eingangsinformationen. Und genau hier gibt es in China ein Defizit. Noch – wenn es nach Bosch geht.

Gemäß einer repräsentativen Umfrage von Bosch sind die Chinesen stärker an dem autonomen Fahren interessiert, wie die Amerikaner oder auch die Deutschen. 74 Prozent der befragten Chinesen sprachen sich demnach für eine rasche Einführung des automatisierten Fahrzeugs aus. In Amerika waren es 31 Prozent und in Deutschland 33 Prozent.

Trotz der großen Nachfrage sind die Fortschritte der Automatisierung in China bislang mühsam. Ohne genaue Lokalisierungsmöglichkeit des Fahrzeugs, kann die autonome Fortbewegung nicht funktionieren.

Um hier nun die erforderlichen Fortschritte zu machen, versucht Bosch in Verbindung mit chinesischen Unternehmen das erforderliche Kartenmaterial zu entwickeln.

Die Kooperation wurde mit folgenden chinesischen Firmen geschlossen:

  • Baidu
  • Autonavi
  • Navinfo

Das Ziel der Zusammenarbeit sind hochgenaue Karten, um eine Basis für das automatisierte Fahren in China zu erhalten. Gemeinsam wird nun an einer Lösung gearbeitet, um erforderliches Kartenmaterial auf Basis von Radar- und Videosensoren zu erstellen und zu aktualisieren.

Ein entsprechend ausgestattetes Erprobungsfahrzeug ist bereits auf den chinesischen Straßen unterwegs. Zur Umfelderkennung kommen unterschiedlichste Sensoren zum Einsatz, wie beispielsweise Mittelbereichsradarsensoren und eine Multifunktionskamera.

Der eigene Anspruch ist groß – noch in diesem Jahr soll eine Lösung präsentiert werden.