Weltweit auf der sicheren Seite

Zwar gewinnt die Sicherheit von Menschen und Maschinen rund um den Globus an Stellenwert; die Herangehensweise an Normen und Vorschriften ist jedoch nicht überall gleich. Eine genaue Kenntnis der nationalen Begebenheiten ist daher insbesondere für den exportorientierten Maschinen- und Anlagenbauer unverzichtbar.

Zwar gewinnt die Sicherheit von Menschen und Maschinen rund um den Globus an Stellenwert; die Herangehensweise an Normen und Vorschriften ist jedoch nicht überall gleich. Eine genaue Kenntnis der nationalen Begebenheiten ist daher insbesondere für den exportorientierten Maschinen- und Anlagenbauer unverzichtbar.

INHALT:

Europa
Nordamerika
Südamerika
GUS-Staaten
Ozeanien
EU-Normen haben Gewicht
Autor

Die meisten Länder der Welt haben verbindliche Vorschriften zur Absicherung von Maschinen und Anlagen definiert. Die Spanne reicht hierbei von zwingenden Gesetzen bis hin zu Empfehlungen von eher unverbindlicher Qualität. Auch die Instanzen, welche die Einhaltung gewährleisten, sind unterschiedlich: In einigen Regionen genügt eine Selbstzertifizierung, anderswo führen wirtschaftliche Institutionen Prüfungen nach eigenen Regeln durch und in wieder anderen Bereichen erfolgt eine Zertifizierung durch von staatlichen Stellen autorisierte Institutionen.

Hauptsächlich im europäischen Raum werden Sicherheits-Normen über Richtlinien und Gesetze geregelt. Der Begriff Gesetz bezeichnet etwas Gesetztes, etwas Festgelegtes. Ein Gesetz ist also im eigentlichen Sinn des Wortes eine Festlegung (von Regeln). Eine Richtlinie hingegen ist eine Handlungsvorschrift mit bindendem Charakter – sie ist jedoch kein Gesetz. Nichtsdestotrotz sollte der Maschinenbauer Richtlinien so behandeln, als hätten diese Gesetzeskraft, will er sich im Fall eines Unfalls nicht dem Vorwurf der Fahrlässigkeit aussetzen.

Die Ausgabe von Richtlinien obliegt Organisationen wie zum Beispiel dem Deutschen Institut für Normung – kurz DIN – oder der Deutschen Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE) im DIN und VDE. Eine Besonderheit stellen EG-Richtlinien im Recht der Europäischen Union dar, da sie keine Richtlinien im ursprünglichen Sinne sind. Sie richten sich vielmehr an die nationalen Gesetzgeber der EU. Diese sind aufgefordert, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.

Soviel zur „Normen-Theorie“. Mit welchen Gegebenheiten müssen sich nun die Maschinen- und Anlagenbauer in den diversen Absatzregionen konkret auseinandersetzen?

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