University Award 2007 – Wertschätzung für junge Ingenieure

Auf der embedded world in Nürnberg wurde erstmals der »University Award« verliehen. Für Thomas Bauch, Geschäftsführer des Preis-Sponsors pls, war dies ein kleiner Beitrag, um jungen Studenten zu zeigen, dass ihre Arbeit anerkannt wird und gleichzeitig das Berufsbild des Ingenieurs nicht so schlecht ist, wie es teilweise in der Öffentlichkeit gemacht wird.

Markt&Technik: Herr Bauch, wie kamen Sie auf die Idee, den University Award ins Leben zu rufen?

Thomas Bauch: Wir haben seit einiger Zeit innerhalb des Ausstellerbeirats überlegt, wie wir junge Studenten stärker in die Embedded-Community einbinden können. Daraus entstand dann die Idee des University Awards. Für uns war es dann keine Frage, dafür als Sponsor aufzutreten, denn wir sind den Hochschulen sehr verbunden, da wir selber aus einer Universität hervorgegangen sind. Bemerkenswert finde ich, dass sich die Messegesellschaft ausdrücklich zu diesem Preis bekennt. Ihr und dem Ausstellerbeirat geht es darum, junge Ingenieure in den Vordergrund zu stellen und damit deutlich zu machen, dass ihre Arbeit anerkannt und gewürdigt wird.

Markt&Technik: Wie zufrieden waren Sie mit der Qualität der eingereichten Arbeiten? Der Vorsitzende des Kongressbeirats und Jurymitglied Dr. Matthias Sturm von der HTWK Leipzig äußerte sich darüber geradezu euphorisch. Speziell der Sieger hätte eine bemerkenswerte Arbeit vorgelegt.

Thomas Bauch: Ich habe nicht alle eingereichten Arbeiten sehen können, da ich nicht Mitglied der Jury war. Trotzdem kann ich sagen, dass speziell die Gewinner erstklassige Ergebnisse erzielt haben und mit ihren Entwicklungen genau die Themen getroffen haben, die in nächster Zeit auf uns zukommen. So gesehen, kann ich sagen: Um die Qualität an den Hochschulen muss man sich keine Sorgen machen.

Markt&Technik: Viele Firmen hier auf der embedded world beklagen, dass es schwierig sei, gute Mitarbeiter zu finden . . .

Thomas Bauch: Das kann ich nur bedingt nachvollziehen. Oft liegt es auch an überzogenen Erwartungen. Wer glaubt, jemand direkt von der Hochschule einstellen zu können und sofort mit einer komplexen Entwicklung wie beispielsweise die eines Debuggers betrauen zu können, ist auf dem Holzweg. Wir müssen wieder lernen, dass es unabdingbar ist, neue Leute im Unternehmen auszubilden. Leider sind viele Firmen nicht mehr dazu bereit, denn das kostet Zeit und Geld.