Stellenabbau bei Kemet

Um Kosten zu sparen, streicht der Kondensator-Hersteller 385 Stellen, hauptsächlich in den USA und Mexiko. Aber auch in Europa soll bald umstrukturiert werden.

Einer Unternehmensmeldung zufolge werden in den USA 120 Stellen und in Mexiko 250 Stellen gestrichen. 15 weitere Stellen fallen in anderen Ländern weg. In diesem Rahmen soll ein Teil der Produktion aus diesen Ländern nach China verlegt werden. Kemet erwartet dadurch Einsparungen von jährlich 16 Millionen Dollar.

Außerdem hat sich Kemet in Italien mit Gewerkschaften getroffen, um über die Restrukturierungspläne des Unternehmens zu sprechen. Dazu gehören die Schließung einer Fabrik in Vergato sowie der Abbau von 340 Stellen.

Englischen Medienberichten zufolge soll auch eine Fabrik von Kemet in Towcester geschlossen werden. 90 Angestellte seien davon betroffen. Die Produktion solle nach Mexiko und nach China verlegt werden. Erst im Oktober 2007 hatte Kemet diese Fabrik mit dem Hersteller Arcotronics übernommen.

Per Loof, CEO von Kemet, begründete die Schritte damit, dass sein Unternehmen Kosten einsparen müsse, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Für das laufende Jahr kündigte Kemet weitere Konsolidierungs-Maßnahmen bei den im letzten Jahr erworbenen Unternehmen an.

Im letzten Quartal hatte Kemet einen Umsatz von rund 229 Millionen Dollar und einen Verlust von 6,3 Millionen Dollar erzielt.