Skalierbare Antriebssysteme #####

Zwar sind Hybridautos noch nicht voll im Fokus der deutschen Autohersteller, doch auch sie steigen nun in diesen Markt ein. So sind bereits mehrere Serienprojekte in Zusammenarbeit mit Zulieferern angelaufen. Ein Beispiel dafür ist Continental Automotive Systems, die der Automobilindustrie modulare Komponenten für Hybridantriebssysteme sowie ein flexibles Baukastensystem für die Leistungselektronik und langjähriges Integrations-Know-how zur Verfügung stellt.

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Zwar sind Hybridautos noch nicht voll im Fokus der deutschen Autohersteller, doch auch sie steigen nun in diesen Markt ein. So sind bereits mehrere Serienprojekte in Zusammenarbeit mit Zulieferern angelaufen. Ein Beispiel dafür ist Continental Automotive Systems, die der Automobilindustrie modulare Komponenten für Hybridantriebssysteme sowie ein flexibles Baukastensystem für die Leistungselektronik und langjähriges Integrations-Know-how zur Verfügung stellt.

Der Hybridantrieb ist eine umweltfreundliche Technologie, und es ist das Ziel der Zulieferer, diese möglichst schnell und zu attraktiven Kosten in den Markt zu bringen. Schließlich sind über 25 Prozent weniger Verbrauch und Abgase mit zukunftsweisenden Hybridantrieben möglich. Die Einsparung an Kraftstoff kann sogar – abhängig von der Fahrsituation – bis zu 40 Prozent betragen, betonte Dr.- Ing. Karl-Thomas Neumann, verantwortlicher Continental-Vorstand der Automotive Systems, anlässlich einer Presseveranstaltung. Schon ein Start-Stopp-System kann den Benzinverbrauch um rund 8 Prozent reduzieren. Ein Mildhybrid, basierend auf einem Elektromotor von 10 bis 15 kW, schafft etwa 15 Prozent Ersparnis und liefert ein spürbares Zusatz- Drehmoment beim Beschleunigen, gleichzeitig wird die Bremsenergie zum Laden des Energiespeichers genutzt. Der Vollhybridantrieb ist in der Regel mit einem zusätzlichen Elektromotor von 20 bis 70 kW ausgestattet, der bis in die oberen Drehzahlbereiche zugeschaltet wird. Ein Hochvolt- Batteriesystem (Li-Ion oder NiMH) ermöglicht das zeitlich begrenzte Fahren ohne Verbrennungsmotor, weshalb die Benzineinsparung bis zu 25 Prozent oder mehr reicht. Ein weiteres Kennzeichen sind unterschiedliche Drehmomentverläufe. Während z.B. ein Verbrennungsmotor bei einer Drehzahl von 1500 U/min ein Drehmoment von etwa 125 Nm erreicht, liegt der entsprechende Wert für den Mildhybrid bei 180 Nm und für den Vollhybrid bei ca. 270 Nm. Das modulare Baukasten-Konzept von Conti Automotive umfasst den Energiespeicher (Hochleistungsbatterie), einen Spannungswandler zur Versorgung des 14-V-Bordnetzes, einen Elektromotor, die Leistungselektronik sowie alle elektromechanischen Umfänge für unterschiedliche Leistungsklassen. Aus den Einzelkomponenten lassen sich skalierbare Hybridsysteme mit elektrischen Zusatzleistungen zwischen 6 und mehr als 150 kW bilden, die unterschiedliche Anforderungsprofile abdecken. Die modularen Komponenten eignen sich auch für Elektroantriebe in „Plug in“-Hybrid-Anwendungen, reine Elektro- sowie Brennstoffzellenfahrzeuge der weiteren Zukunft. Mit deren Systemarchitekturen harmonieren auch die Bremssysteme inklusive der „Simulator Brake Actuation“ (By-Wire-Bremspedal).

Das Unternehmen hat von General Motors einen Auftrag zur gemeinsamen Entwicklung und Fertigung eines Prototypen für ein Energiespeichersystem erhalten, das in dem Antriebssystem „E-Flex“ für den Chevrolet von GM eingesetzt werden soll. Damit soll der Zeitraum bis zur Markteinführung entsprechender Serienbatterien auf Lithium- Ion-Technologie verkürzt werden. Schon 2003 leisteten Continental und GM mit dem ersten serienmäßigen Hybridantrieb für Lastwagen bei den Hybrid- Modellen Chevrolet Silverado und GMC Sierra Pionierarbeit.