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Markt&Technik Trend Guide

Neue Wege für Embedded

Tobias Schlichtmeier
Tobias Schlichtmeier ist Redakteur bei WEKA FACHMEDIEN.
© Weka Fachmedien

Damit die Embedded-Branche gut durch die Pandemie kommt und anschließend durchstarten kann, braucht es neue Ideen und Ansätze. Gerade bestehende Lieferketten und Produktionsstandorte sind zu überdenken. Ein weiterer wichtiger Baustein könnte Open Source sein.

Der Klimawandel ist weiter fortgeschritten denn je, da hilft auch eine etwas bessere CO2-Bilanz aufgrund der Corona-Pandemie nicht. Um gegen den Klimawandel nachhaltig vorzugehen, preisen Experten verschiedene Maßnahmen an: von Elektrofahrzeugen über Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bis hin zum Energiesparen. Ein Baustein könnte ebenso die Digitalisierung sein. Geht es um digitalisierte Prozesse, muss man jedoch eine Ebene tiefer gehen. Wegbereiter hierfür sind schließlich elektronische Bauteile und Computer-Technik wie Rechner oder Speicher.

Viele Embedded-Spezialisten arbeiten bereits daran, Embedded-Geräte noch energiesparender und effizienter zu designen. Gleichzeitig steigt der Leistungsanspruch an die Designs stark an. Ein Werkzeug, das Entwicklern hilft, sparsame Geräte zu designen, sind Standards wie der neue High-Performance-Computing-Standard COM-HPC. Mit ihm ist es möglich, mehr Leistung denn je auf einem Gerät unterzubringen. Jedoch wird es langsam unübersichtlich bei den vielen Standards für Computer-Module. Ob wir sie wirklich (noch) alle brauchen, lesen Sie im Trend Guide »Industrie-Computer & Embedded-Systeme« der Markt&Technik ab Seite 9.

Lieferketten sind eng mit Nachhaltigkeit verbunden ebenso wie die Produktion von Geräten. Gerade während der Pandemie hat sich gezeigt, ob eine Lieferkette stabil ist und auf welche Partner Verlass ist. Einige Betriebe mussten ihre Produktion drosseln oder ganz herunterfahren, andere dagegen konnten ungestört weiter fertigen. Entweder, weil ihre Läger voller waren als bei anderen, oder weil sie auf lokale Lieferanten setzten. Lokal ist auch das Stichwort, wenn es um die Produktion geht. Im Zuge der Pandemie hat sich herausgestellt, dass es nicht immer von Vorteil ist, alles in China – oder allgemein Asien – fertigen zu lassen. Unternehmen mit einer europäischen Fertigung waren oftmals im Vorteil. Ob das zu einem dauerhaften Umdenken in der Branche führt, bleibt abzuwarten. Einige Meinungen dazu, lesen Sie hier.

Open Source ist ein weiterer wichtiger Treiber für mehr Nachhaltigkeit und umfassendere Ökosysteme – nicht allein in Unternehmen, sondern ebenso bei Regierungen und Forschungseinrichtungen. Mit Open Source stehen Entwicklern viele Produkte und Dienstleistungen – teilweise kostenlos  – zur Verfügung. Zudem werden diese von der Community weiterentwickelt – und die Ergebnisse stehen allen offen. Gerade in Zeiten, in denen es schwerer ist, denn je, Software-Entwickler zu finden, ist das ein wichtiger Aspekt.


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