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Speicher-ICs unter Druck

NAND- und DRAM-Preise fallen weiter

08. Oktober 2020, 08:40 Uhr   |  Heinz Arnold

NAND- und DRAM-Preise fallen weiter
© Trendforce

Die Preisentwicklung der DRAMs zwischen dem ersten Quartal 2020 und dem ersten Quartal 2021.

Auf dem Speichermarkt herrscht im vierten Quartal 2020 immer noch Überangebot, die ASPs fallen um bis zu 20 Prozent.

Zwar hätten nach den US-Sanktionen gegen Huawei verschiedene Smartphone-Wettbewerber ihre Speicher-IC-Bestellungen erhöht, aber dies habe laut den Analysten von TrendForce nicht ausgereicht, um den Markt zu drehen. So sei die Nachfrage aus dem Servermarkt immer noch verhalten. Deshalb prognostizieren die Analysten den Speicher-IC-Preisen im vierten Quartal 2020 gegenüber dem dritten Quartal insgesamt einen Einbruch um 10 Prozent.

Im DRAM-Sektor habe Huawei zwar präventiv DRAMs für Mobiltelefone auf Lager gelegt und auch die Wettbewerber Xiamo, Oppo und Vivo füllen ihre Lager. Doch insgesamt prophezeien die Marktforscher, dass die durchschnittlichen Verkaufspreise (ASPs) von DRAMs für Mobilgeräte im vierten Quartal zwischen 0 und 5 Prozent fallen werden. Die ASPs von DRAMs für den Einsatz in Servern sollen sogar um 15 Prozent fallen. Insgesamt werden die ASPs der DRAMs im vierten Quartal 2020 um 10 Prozent fallen.

Das Überangebot ist im NAND-Sektor sogar noch höher als bei den DRAMs. Den NAND-Flash-ICs sagen die Analysten deshalb einen Einbruch um 20 Prozent im  vierten Quartal 2020 voraus. Die ASPs der Enterprise-SSDs sollen um 10 bis 15 Prozent fallen, die der eMMCs und UFS um 3 bis 7 Prozent. Deshalb werden die NAND-Flash-Preise insgesamt um 10 Prozent im vierten Quartal zurückgehen. Für das erste Quartal 2021 prognostizieren die Analysten einen weiteren Preisrutsch um 15 Prozent.

Die Preisentwicklung der DRAMs zwischen dem ersten Quartal 2020 und dem ersten Quartal 2021.

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