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Klimaneutrale Mobilität in der City

Re:Move als Vision eines multifunktionalen Elektrolastenfahrzeugs

Re:Move ist aus vollständig recycelbarem und kohlenstoffarmem Aluminium hergestellt.
Kompakt genug für die meisten Radwege, aber groß genug, um eine Last von bis zu 275 kg zu transportieren, soll von Re:Move eine neue Fahrzeugkategorie definiert werden.
© Polestar

Im Projekt Re:Move haben sich Designer und Führungskräfte aus der Elektromobilitätsbranche zusammengetan, um eine klimaneutrale und nachhaltige Mobilitätslösung zu konzipieren. Der Transport von Waren innerhalb der Stadt wird dabei neu gedacht.

Die Corona-Krise hat ein Fenster zu einer Welt mit weniger lauten Städten aufgestoßen, in der die Luftqualität deutlich besser ist. Parallel dazu gab es einen Anstieg bei Online-Einkäufen und Lieferdiensten. Inspiriert von der Chance, eine bessere und umweltfreundlichere Welt zu schaffen, sehen die Initiatoren von Re:Move die Notwendigkeit, die Lieferungen auf der sogenannten »letzten Meile« und die Art und Weise, wie Waren innerhalb von Städten transportiert werden, neu zu denken. Re:Move will vor dem Hintergrund der weltweiten Anstrengungen, die Abhängigkeit von Verbrennungsmotoren massiv zu verringern, als Katalysator für Veränderungsprozesse dienen und neue Denkansätze in Bezug auf die Elektromobilität anregen.

Der deutsche Industriedesigner Konstantin Grcic hat Re:Move als dynamischen, dreirädrigen Stadt-Schlitten konzipiert. Ein Team aus den Bereichen Elektromobilität und Werkstofftechnik hat via Remote Working daran gearbeitet, diese Vision in die Realität umzusetzen. Kompakt und mobil genug für die meisten Radwege, aber groß genug, um eine Last von bis zu 275 kg zu transportieren, soll von Re:Move eine neue Fahrzeugkategorie definiert werden. Re:Move ist aus vollständig recycelbarem und kohlenstoffarmem Aluminium hergestellt und soll den Lieferkehr damit sauberer, leiser und freundlicher machen.

Grcic arbeitete dabei mit dem Ingenieurteam von Hydro, mit Chris Staunton, dem Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Polestar in Großbritannien, und mit Stefan Ytterborn, dem Gründer von CAKE, zusammen, um die komplexen technischen Herausforderungen bei der Realisierung des Entwurfs zu bewältigen. Ein funktionierender Prototyp von Re:Move soll diesen Herbst vorgestellt werden.

»Der elektrische Antriebsstrang ist nur der erste Schritt. Danach müssen wir uns mit der gesamten Lieferkette beschäftigen und uns ansehen, mit welchen Materialien wir arbeiten. Das ist viel aufregender als in den letzten zwanzig Jahren, als Designer nur die Aufgabe hatten, Dinge gut aussehen zu lassen«, erklärt Polestar-CEO Thomas Ingenlath.

Konstantin Grcic ergänzt: »Die horizontale Plattform und der vertikale Schutz sind im Fahrzeugdesign nicht geläufig. In dieser Art würde man normalerweise einen Tisch oder ein Regal bauen. Ich finde die Einfachheit und Direktheit, den Pragmatismus, faszinierend. Gutes Design war schon immer nachhaltig, weil es dauerhaft ist. Dinge, die einen langen Lebenszyklus haben, sind nachhaltig.«

»Das Gewicht ist entscheidend für die Leistung der Elektromobilität und Aluminium bietet geringes Gewicht, hohe Stabilität und Recyclingfähigkeit«, so Jonas Bjuhr, Geschäftsführer von Hydro.

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