Qimonda bereitet Infineon Quartalsverlust

Infineon hat im dritten Quartal einen Umsatz von 1,75 Mrd. Euro bei einem EBIT-Verlust von 280 Mio. Euro und einen Netto-Verlust von 197 Mio. Euro erzielt. Finanz-Chef Günther droht angeblich die Ablösung.

Ohne die Beteiligung an dem Speicher-Hersteller Qimonda, an dem Infineon einen Anteil von 86 Prozent hält, hätte Infineon einen Umsatz von 1,01 Mrd. Euro und einen EBIT-Gewinn von 13 Mio. Euro erzielt.

Qimonda hatte im dritten Quartal einen Netto-Verlust von 218 Mio. Euro bekannt gegeben. Medienberichten zufolge, will sich Infineon langfristig von den Qimonda-Aktien trennen.

Im dritten Quartal gab Infineon 20 Mio. Euro für Restrukturierungsmaßnahmen aus. Für den Verkauf des „Polymer Optical Fiber“- Bereichs an Avago Technolgies bekam Infineon 17 Mio. Euro.

Den Umsatz im Segment Automotive lag bei 752 Mio. Euro bei einem Gewinn von 81 Mio. Euro (Q2: 66 Mio. Euro). Im Segment Telekommunikation konnte Infineon einen Umsatz von 259 Mio. Euro bei einem Verlust von 34 Mio. Euro (Q2: -53 Mio. Euro) vorweisen.

Wie die Financial Times Deutschland berichtete, droht dem Finanzchef von Infineon, Rüdiger Günther, die Ablösung. Angeblich werfe ihm der Aufsichtsrat einen autoritären Führungsstil und mangelnde Fachkompetenz vor.