Qualcomm wehrt sich weiter Kampf gegen Broadcom an mehreren Fronten

Qualcomm Headquarter im kalifornischen San Diego.
Das Headquarter von Qualcomm im kalifornischen San Diego. Das Untenehmen wehrt sich an mehreren Fronten gegen die Übernahme durch Broadcom.

Qualcomm verhandelt eifrig mit Kunden, um zu einer Vereinbarung im Streit um Patentlizenzierungen zu kommen und die Übernahme durch Broadcom zu vereiteln.

Derzeit wehrt sich Qualcomm recht erfolgreich gegen den Übernahmeversuch von Broadcom. Gerade war das Committee on Foreign Investment in the Unites States (CIFUS) überraschend eingeschritten und hatte die Hauptversammlung des Unternehmens kurzfristig verschoben.

Die Charme-Offensive von Broadcom-CEO Hock Tan gegenüber President Trump und die Ankündigung, den Firmensitz in die USA verlegen zu wollen, haben gegenüber den Bedenken der USA anscheinend nur begrenzten Erfolg gehabt.

Wie das Wall Street Journal und Reuters berichten, verhandele Qualcomm mit Huawei, um die ausstehenden Schwierigkeiten um Zahlungen für Lizenzen zu regeln. Was Qualcomm nicht bestätigt. Gespräche mit Samsung hatten bereits zu einem Ergebnis geführt, auch mit Apple diskutiert Qualcomm.

Doch wer ist die dritte große Firma, mit der Qualcomm sich im Gespräch befindet und die die Zahlung von Royalties angeblich seit April 2017 gestoppt hat? Qualcomm hatte bisher keinen Namen genannt – und so entstehen Gerüchte. Laut Reuters jedenfalls spreche viel dafür, dass es sich bei der geheimnisvollen Firma um Huawei handeln könne.  

Für Qualcomm wäre eine Einigung mit den Kunden über die Zahlung von Lizenzgebühren sehr wichtig, denn Broadcom hatte erklärt, dass s ein wichtiges Ziel der Übernahme sei, das zerrüttete Geschäftsverhältnis mit wichtigen Kunden von Qualcomm wieder auf solide Füße stellen zu wollen. Mit entsprechenden schnellen Einigungen könnte Qualcomm also zumindest in dieser Frage Broadcom den Wind aus den Segeln nehmen.