Weniger Kobalt in der Anode

Mitsubishi Chemical hat ein Anodenmaterial für Lithium-Ionen-Batterien entwickelt, das nurmehr ein Drittel des bisherigen Kobaltgehalts aufweist. Noch in diesem Jahr will das Unternehmen Muster auf den Markt bringen.

Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Batterien für Hybrid-Autos und Elektrofahrzeuge. Derzeit werden in zwei Werken die Voraussetzungen für die Serienproduktion des positiven Elektrodenmaterials getroffen.
Im Fall eines Elektroautos macht der Preis der Batterie heute fast noch die Hälfte des Fahrzeugpreises aus. Mit der Reduzierung des kostspieligen Kobaltmaterials, sieht man bei Mitsubishi Chemical gute Chancen, Hybrid- und Elektrofahrzeuge in Zukunft erschwinglicher zu machen.

Bislang wurde die positive Elektrode bei Lithium-Ionen-Akkus aus einem Mix von Kobalt und Magnesium hergestellt. Mitsubishi Electric fertigt auch sogenannte 3-Element-Elektroden. Sie bestehen aus einem jeweiligen Drittelmix von Kobalt, Magnesium und Nickel. Mit der neuen Entwicklung ist es Mitsubishi Chemical nun gelungen, den Kobaltanteil, ohne eine Reduzierung der Elektrodenleistung auf einen Materialgehalt von 10 Prozent abzusenken.