Deutsch-Slowenisches Joint Venture Weidmüller und Iskra schützen gemeinsam vor Überspannungen

Dr. Peter Köhler, Vorstandssprecher von Weidmüller (rechts), und Dr. Otmar Zorn, Inhaber von Iskra Zaščite (links), besiegeln das Joint Venture Weidmüller & IZ Surge Protection Products in Ljubljana.
Dr. Peter Köhler, Vorstandssprecher von Weidmüller (rechts), und Dr. Otmar Zorn, Inhaber von Iskra Zaščite (links), besiegeln das Joint Venture Weidmüller & IZ Surge Protection Products in Ljubljana.

Der Verbindungstechnik-Spezialist Weidmüller und der slowenische Hersteller von Überspannungsschutz-Systemen Iskra Zaščite machen in Sachen Überspannungsschutz gemeinsame Sache: Unter dem Namen Weidmüller & IZ Surge Protection Products wollen sie in Slowenien neue Produkte dafür entwickeln.

Die Aufgaben sind klar aufgeteilt: Iskra konzentriert sich auf Entwicklung und Produktion, Weidmüller übernimmt den Vertrieb. Außerdem verlagert Weidmüller sein Geschäft mit Signalen und Instrumentierung in das Joint Venture.

Das erste im Rahmen des Joint Ventures hergestellte Produkt wird ein Energieschutz sein, der für die 230 V Spannungsverteilung im industriellen wie privaten Umfeld relevant ist. Er schützt beispielsweise Photovoltaik- oder Windkraftanlagen, aber auch elektronische Kleingeräte im privaten Umfeld bei einer Überspannung. Diese Produktreihe erfüllt aktuelle und kommende Normen, sowohl in regionalen Märkten, z.B. durch die UL-Zulassung, als auch für spezifische Einsatzbereiche.

Weitere Neuerungen betreffen LCF-Varianten (Leakage current free) von Geräten der Schutzklasse 1, in die eine neu entwickelte Technik von Iskra einfließt. Diese realisieren die Schutzfunktion durch Varistoren in Kombination mit Gasableitern und benötigen nur wenig Platz. Dadurch verringert sich die Größe von leckstromfreien Schutzelementen, die die Anforderungen der EVU erfüllen.

Der Neubau einer Produktionsstätte ist geplant. Diese wird im slowenischen Brežice gebaut. »Brežice befindet sich in einer Region, die sehr stark von der Energietechnik und deren Entwicklung geprägt ist«, erklärt Dr. Otmar Zorn, Inhaber von Iskra Zaščite. »Neben einer hervorragenden Hochschulinfrastruktur gibt es in der Umgebung auch konventionelle Kraftwerke sowie Wasserkraftwerke.« Durch den Neubau entstehen in Slowenien 30 neue Arbeitsplätze.