Solarzellen im Siebdruck

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg hat eine Solarzelle entwickelt, bei der Nanopartikel in Siebdrucktechnik auf Glassubstrate aufgetragen werden.

Die bunte Scheibe erinnert eher an eine Werbetafel als an eine Solarzelle - der Prototyp des in Siebdrucktechnik hergestellten Solarmoduls des ISE zeigt ein Sonnenmotiv in hellen Gelb- und Rottönen. Das neu entwickelte Farbstoff-Solarmodul des ISE nutzt eine Kombination aus organischem Farbstoff und Nanopartikel zur Stromerzeugung aus Sonnenlicht.

Die Mischung aus Farbstoff und Nanopartikel wird direkt auf eine Glasscheibe gedruckt. Danach wird die stromerzeugende Schicht mit einer weiteren Glasplatte versiegelt.

Bei diesem Verfahren lassen sich mehrfarbige Muster und Motive drucken, so dass die Module wie Dekorscheiben aussehen können. Die fertigen Solarmodule sind farbige, halbtransparente Glasscheiben mit einer dünnen stromerzeugenden Schicht im Innern. Solche Module könnten beispielsweise in Glasfassaden oder Werbetafeln integriert werden.

Eine ernstzunehmende Konkurrenz zur herkömmlichen Siliziumzelle sind die Farbstoff-Solarmodule allerdings nicht: »Der Modulprototyp erreicht lediglich einen Wirkungsgrad von 4 Prozent,« so Andreas Hinsch, Physiker am ISE in Freiburg.