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Bio schlägt Quanten

Revolutionäre Biomolekül-Computer schlagen Superrechner

21. März 2017, 08:59 Uhr   |  Heinz Arnold


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Mikroelektronische Fertigung für neuen Kontext: Jetzt wird hochskaliert

Das Forscherteam wird sich nun der Entwicklung der Technologie widmen, die benötigt wird, um netzwerkbasierte Biocomputer hoch zu skalieren. Dabei haben sich die Forscher zum Ziel gesetzt, alternative Computerkonzepte wie DNA-Computer oder Quantencomputer zu übertreffen.

Das Forscherteam hofft, damit eine größere Gemeinschaft aus Wissenschaft und Wirtschaft anzusprechen und so ein neues Forschungsfeld zu begründen. Um dies zu realisieren, haben sie eine Forschungsförderung des Future & Emerging Technologies (FET) Programmes der EU in Höhe von 6,1 Millionen Euro erhalten. Das geförderte Projekt ist stark interdisziplinär und bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Mathematik, Biologie, Ingenieurwissenschaft und Informatik.  

»Eine spannende Herausforderung dieses Projektes ist es, dass aus der Mikroelektronik bekannte Fertigungstechnologien und neuartige Nanostrukturierungsverfahren in einem völlig neuen Kontext eingesetzt werden«, sagt Prof. Stefan E. Schulz, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer ENAS, Leiter des Geschäftsfelds Mikro- und Nanoelektronik und Projektleiter für das EU-Projekt Bio4Comp innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft.

Ein maßgeblicher Anteil der Arbeit wird in der Arbeitsgruppe Nanostrukturierung am Fraunhofer ENAS unter Leitung von Dr. Danny Reuter durchgeführt, die mittels Elektronenstrahl-Nanolithographie (EBL) einerseits die Grundfläche der Netzwerke für das Bio-Computing vergrößern und andererseits die Abmessungen der Kanäle und ihrer Abstände zueinander noch weiter verkleinern will.

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2. Mikroelektronische Fertigung für neuen Kontext: Jetzt wird hochskaliert
3. Hocheffizient und massiv parallel: reale Anwendungen

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Fraunhofer ENAS (Institut für Elektronische Nanosysteme), Fraunhofer ISC Institut für Silicatforschung