Kabelloses Laden Qualcomm wird Partner der Formula E

Die grüne Formel 1

Die grüne Formel 1

Die Formula E der FIA ist die saubere Alternative zur Königsklasse des Motorsports. Emissionsfreie E-Renner, die ihren Strom (sofern dies in der jeweiligen Stadt möglich ist) über erneuerbare Energiequellen beziehen, sollen direkt in den Innenstädten globaler Großstädten fahren und damit Werbung für den Einsatz von Elektrofahrzeugen machen. In Europa macht der Rennzirkus in Rom, London und Berlin Station.

Ein Formula E-Event findet an nur einem Tag statt, um die Kosten und die Einschränkungen in der Gaststadt minimal zu halten. Das Rennen selbst dauert ungefähr eine Stunde. Während dieser Zeit müssen die Fahrer zweimal an die Box kommen, um das Auto zu Wechseln. Um taktische Möglichkeiten zu eröffnen, wird es pro Fahrer zwei Boliden geben - einen schnellen mit begrenzter Reichweite und einen etwas langsameren, der auf Energieeffizienz hin abgestimmt ist. Beide müssen im Rennen klug eingesetzt werden.

Die Rennautos sind leistungsfähig und bringen im Qualifying 270 PS auf die Straße. Im Rennen fahren sie mit gedrosselten 180 PS, um Energie zu sparen. In nur drei Sekunden beschleunigen sie auf 100 km/h, bei maximal 225 km/h ist aber die von der FIA festgelegte Grenze erreicht. Um mehr Überholmanöver zu forcieren, stehen jedem Piloten drei Turbo-Boosts pro Rennen zur Verfügung, mit denen sich die Motorleistung kurzfristig steigern lässt.

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Qualcomm und die Fomula E

Kooperation des Chipherstellers mit der Formel-E-Rennserie

Den Unterschied zum klassischen Formelwagen brachte Ex-Formel-1-Pilot Lucas di Grassi so zum Ausdruck: »Es ist anders, aber nichtsdestotrotz spannend. Das Verhalten beim Gas geben hat mich überrascht, das ist völlig anders als beim Verbrenner«. Außerdem ermögliche es das Fehlen des allesübertönenden Motorensounds, das Auto ganz anders wahrzunehmen. »Man hört die Radaufhängung und die Reifen arbeiten und bekommt ein ganz anderes Gefühl für den Boliden«, so der Rennprofi weiter. Wer glaubt, Elektro-Renner hätten gar keinen Sound, der irrt. Die Formula-E-Boliden geben ein futuristisches Pfeifgeräusch von sich. In der Box wird zusätzlich ein Motorengeräusch simuliert, um die Mechaniker vor herannahenden Autos zu warnen.