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Jörg Traum, Geschäftsführer von Emtron

Paneuropäische Distributionsstrategie

07. Oktober 2019, 12:45 Uhr   |  Engelbert Hopf

Paneuropäische Distributionsstrategie
© Markt&Technik

Jörg Traum, Emtron: »Für uns als Beratungsdienstleister ist die schnelle und effiziente Umsetzung neuer Logistik- und Dienstleistungskonzepte von entscheidender Bedeutung. Der neue Standort bietet uns dafür die besten Voraussetzungen.«

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Mit einem auf die speziellen Bedürfnisse der Stromversorgungs-Distribution zugeschnittenen Unternehmensneubau in Riedstadt bei Frankfurt will Emtron-Geschäftsführer Jörg Traum entscheidend dazu beitragen, dass es der Fortec-Gruppe gelingt, im Geschäftsjahr 2020/21 die 100-Millionen-Euro-Umsatzgrenze zu überschreiten.

Markt&Technik: Emtron ist vor Kurzem in ein neu errichtetes Büro- und Logistikzentrum in Riedstadt bei Frankfurt umgezogen. Warum war diese Veränderung notwendig?

Jörg Traum: Man kann es einfach ausdrücken und sagen, wir sind am alten Standort schlicht aus allen Nähten geplatzt. Man könnte aber auch sagen, dass uns der Neubau und der damit einhergehende Umzug ganz neue Möglichkeiten im Hinblick auf die Art und Weise ermöglichen, in der wir unserer Arbeit nachgehen. So haben sich für alle Mitarbeiter ganz grundsätzlich die Arbeitsbedingungen verbessert, sicher einer der Gründe dafür, dass wir durch den Umzug keinen einzigen Mitarbeiter verloren haben. Nauheim ist eine Schlafstadt. Wir waren dort am Ende einer Stichstraße untergebracht. Wir hatten dort keine Möglichkeit mehr, sinnvoll zu wachsen. Auch stand uns die dafür notwendige Infrastruktur gar nicht zur Verfügung.

Wie haben sich die infrastrukturellen Voraussetzungen in Riedstadt denn nun konkret verbessert? Welche Optionen für die Zukunft bietet Ihnen der neue Unternehmensstandort?

Als Erstes hat uns die Gemeinde Riedstadt bei der Ansiedlung sehr geholfen. Man hat sich wirklich darum bemüht, dass wir uns für diesen Standort entscheiden. Logistisch ist die Anlieferung für uns nun deutlich einfacher, es stehen genügend Parkplätze zur Verfügung, und der neue Standort verfügt über eine S-Bahn-Anbindung. Unser neues Gebäude besteht aus einem 16 m hohen Regal- und Kommissionierlager mit vorgelagertem Büro- und Verwaltungsgebäude. Der Hallenanteil erstreckt sich über eine Fläche von rund 1000 m2 und weist ein Raumvolumen von etwa 14.000 m3 auf. Waren es in Nauheim rund 500 Palettenplätze, stehen uns jetzt fast 2000 zur Verfügung. Wir gehen davon aus, dass wir mit dem Neubau und den Erweiterungsoptionen für das Wachstum der nächsten 7 bis 15 Jahre gerüstet sein sollten.

Die Lagerfläche hat sich also vervierfacht. Sie hatten aber auch gebaut, weil die Zahl Ihrer Mitarbeiter in Zukunft deutlich ansteigen soll. Wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie jetzt, und wie viele sollen es in Zukunft sein?

Heute beschäftigen wir in Riedstadt rund 20 Beschäftigte. Das aktuell zweigeschossige Büro- und Verwaltungsgebäude beherbergt neben den Büro- und Technikräumen auch ein großes Labor. Bei einer entsprechenden Auftrags- und Umsatzentwicklung haben wir die Möglichkeit, das Büro- und Verwaltungsgebäude aufzustocken. Wir gehen davon aus, dass wir in Zukunft an diesem Standort etwa 40 bis 50 Mitarbeiter beschäftigen könnten.

Sie haben ja schon in Nauheim Erfahrungen mit vorausschauender Bedarfsplanung beim Thema Raumbedarf gemacht. Welche Optionen haben Sie diesbezüglich in Riedstadt?

Der massive Mehrbedarf an Lagerfläche, der in den letzten Jahren entstanden ist, hatte in erster Linie mit dem großen Erfolg der Standard-LED-Netzteile von Mean Well zu tun. Diese Entwicklung war so für uns vor rund zehn Jahren nicht absehbar. Wir haben daraus gelernt. Wir haben an unserem neuen Standort die Möglichkeit, die bestehende Lagerfläche durch weitere Baumaßnahmen zu vervierfachen.

Bislang war die Emtron-Entwicklung als Teil der Fortec Power Group eine Erfolgsgeschichte. Wie entwickelt sich das Stromversorgungsgeschäft aktuell für Sie?

Im letzten Geschäftsjahr 2017/18, lag der Beitrag des Stromversorgungsbereichs bei 28,7 Millionen Euro. Als Emtron zeichnen wir für einen Großteil dieses Umsatzes verantwortlich. Unsere Geschäftsjahre reichen vom 1. Juli bis zum 30. Juni des Folgejahres. Nach dem dritten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 lag der Umsatzbeitrag des Stromversorgungsbereichs bereits bei 24,4 Millionen Euro.

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