Heliatek Neuer Wirkungsgrad-Rekord für organische Solarzellen

Das kann nur die oragnische Photovoltaik: ein biegsames PV-Modul.
Das kann nur die organische Photovoltaik: ein biegsames PV-Modul.

Das Dresdner Start-up Heliatek hat mit einem Wirkungsgrad von 9,8 Prozent einen neuen Weltrekord für organische Solarzellen auf Basis kleiner Moleküle aufgestellt.

Der Rekord wurde mit einer 1,1 cm² großen Solarzelle aufgestellt. Damit konnten die Dresdner ihren eigenen Rekord aus dem letzten Jahr von 8,3 Prozent verbessern. Die Tandem-Zelle von Heliatek basiert auf kleinen Molekülen und nicht auf langkettigeren Polymeren, wie bei vielen anderen Herstellern. Diese Technik wurde an der TU Dresden entwickelt und verwendet die gleichen Ausgangsstoffe wie sie etwa auch Novaled zur Herstellung von OLEDs verwendet.

Mit dem neuen Wirkungsgrad-Rekord kommt Heliatek einen Schritt näher an die Markteinführung seiner Solarzellen heran. Die Fertigung soll bereits im zweiten Halbjahr 2012 starten. Laut Thibaud Le Séguillon, der seit September neuer CEO des Unternehmens ist, wird der Wirkungsgrad bis dahin aber noch weiter steigen: schon im nächsten Jahr sollen über 10 Prozent erreicht werden. Das eigentliche Ziel für die Zukunft ist es, 15 Prozent Wirkungsgrad zu erreichen.

Der Vorteil der Heliatek-Solarzellen dürfte aber nicht der Wirkungsgrad sein, der trotz des neuen Rekords noch deutlich unter dem von Dünnschicht-Zellen liegt. Das Ziel der Dresdner ist es eher, günstigere und auch leichtere Module als die etablierte Konkurrenz zu fertigen. So benötigen die Solarzellen von Heliatek wenig Ausgangsmaterial und kommen ohne seltene Erden aus. Außerdem können Anwendungen, bei denen flexible PV-Module notwenig sind bedient werden. De Heliatek-Solarzellen werden etwa auf PET-Folie aufgebracht.

Heliatek ist auch am europäischen X10D-Projekt beteiligt, dessen Ziel es ist, organische Solarzellen mit einem Wirkungsgrad von 12 Prozent zu entwickeln. Einer der Gründer von Heliatek, Dr. Martin Pfeiffer, ist für seine Arbeit in der organischen Elektronik außerdem für den Deutschen Zukunftspreis nominiert, der am 14. Dezember vergeben wird.