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Deutscher Stromversorgungsmarkt wächst

Leichte Entspannung

09. April 2019, 17:30 Uhr   |  Engelbert Hopf


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

"Herbeigeredete Entspannung"

Markus Bicker, Bicker.jpg
© Markt & Technik

Markus Bicker, Bicker Elektronik: »Wir sind im Plan und blicken positiv in die Zukunft. Aber bei Ereignissen wie dem bevorstehenden Brexit müssen wir auf Sicht fahren.«

»Die Situation ist nicht mehr so angespannt wie letztes Jahr«, meint Egbers. »Wir sind auf dem Weg Back to Business.« Kokot hat bei Avnet Abacus im 1. Quartal 2019 einen leichten Rückgang des Auftragseingangs festgestellt; »dennoch gehen wir auch weiterhin von einem stabilen Geschäftsjahr 2019 aus«. Ungebrochen hoch ist dagegen nach den Worten von Stocker der Auftragseingang bei Schukat electronic: »Wir bewegen uns aktuell nochmals auf einem höheren Niveau als im Vorjahr, der Umsatzvergleich zum Vorjahr weist zum jetzigen Zeitpunkt ein Plus von gut 13 Prozent aus.«

Püthe sieht die herbeigeredete Entspannung auf dem Beschaffungsmarkt bei Weitem nicht durchgängig. »Es zeigen sich jedoch erste Erfolge unserer Bemühungen, alternative Bauelemente-Hersteller zu qualifizieren.« Keinen Abriss oder eine Veränderung der Nachfrage gegenüber dem Vorjahr kann Beretitsch erkennen. »Wir gehen weiterhin von einer sehr guten Marktentwicklung in diesem Jahr aus, beobachten die Situation aber sehr genau.«

Tunk weist beim Thema Entspannung der Bauelemente-Lieferkette darauf hin, »dass hinter den aktuellen Lieferzeiten der Bauelemente-Lieferanten noch die hohe Bugwelle der Auftragsbestände versteckt ist. Durch Investitionen sind spontane Lieferzeitverkürzungen jedoch öfter möglich«. Man kann das Problem der Bauelemente-Lieferzeiten aber auch ganz anders lösen. Egston ist seit Ende letzten Jahres Bestanteil von Yageo. »Die Situation mit MLCCs hat sich für uns deutlich verbessert und stellt nun kein Problem mehr dar«, freut sich Schicha.

Es gibt aber auch Hersteller, die hatten offenbar mit keinen negativen Auswirkungen der Versorgungslage auf dem Bauelementemarkt zu kämpfen. »Die Durchlaufzeiten der Komponenten sind ab Mai 2017 schlechter geworden; seitdem haben wir Gegenmaßnahmen ergriffen, wie die Optimierung unseres Liefer-
managements oder die Erhöhung unserer Lagerbestände«, berichtet Rolf Aschhoff, Geschäftsführer von Mornsun Power. Vor diesem Hintergrund habe es bei Mornsun keine gestiegenen Lieferzeiten gegeben: »Bislang liegen die Lieferzeiten bei unseren „Hot Seller Products“ noch bei sieben bis zehn Tagen.«    

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