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Deutscher Stromversorgungsmarkt wächst

Leichte Entspannung

09. April 2019, 17:30 Uhr   |  Engelbert Hopf


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"Arbeitsreich!"

Jörg Traum, Fortec.jpg
© Markt & Technik

Jörg Traum, Fortec Power Supplies: »Es war ein Geschäftsjahr mit extrem viel Fahrtwind, das hat uns im Vergleich zu 2017 eine sehr interessante und positive Umsatz- und Auftragsentwicklung beschert.«

Und wie stellte sich das zurückliegende Jahr für die Stromversorgungs-Distribution dar? »Es war das beste unserer Firmengeschichte«, meint Jens Egbers, Manager FAE-Team bei MEV Elektronik Service. »Es war ein Geschäftsjahr mit extrem viel Fahrtwind«, meint Jörg Traum, Geschäftsführer der Emtron und Vorstand der Fortec Power Supplies, »das hat uns im Vergleich zu 2017 eine sehr interessante und positive Umsatz- und Auftragsentwicklung beschert«.

»Über alle Stromversorgungsprodukte betrachtet waren das 3. und 4. Quartal 2018 für uns die stärksten«, erläutert Frank Stocker, Field Application Engineer Power Supplies bei Schukat electronic, »und die Tatsache, dass wir unsere Lagerkapazitäten bereits 2017 erweitert hatten, hat uns die Möglichkeit gegeben, von den Lieferproblemen anderer Anbieter zu profitieren und 2018 neue Kunden zu gewinnen«.

»Arbeitsreich!« So lautet das Fazit von Peter Kokot, Director Technical Marketing bei Avnet Abacus, zu 2018. »Wir konnten unseren Umsatz in der PBU Power in Central Europa im zweistelligen Prozentbereich steigern, und wir konnten keine spürbaren Veränderungen der Marktlage über das Jahr 2018 hin feststellen.« – »Keck!« Mit diesem Wort beschreibt Lars Bochmann, Geschäftsführer der M+R Multi­tronik das Jahr 2018. Andreas Hanausek, Product Line Manager bei Codico, berichtet für 2018 von teilweise einer Verdoppelung der Lieferzeiten. »In Einzelfällen waren das bis zu 50 Wochen. Das hatte natürlich größere Backlogs zur Folge«.

Und wie sieht es nun aktuell aus? Hat sich die Supply-Chain in den letzten Monaten entspannt? »Tendenziell ist eine leichte Entspannung festzustellen«, meint Markus Bicker, Geschäftsführer der Bicker Elektronik. »Wir sind im Plan und blicken positiv in die Zukunft. Aber bei Ereignissen wie dem bevorstehenden Brexit müssen wir auf Sicht fahren.« Richard Needham, Senior Manager Product Marketing Power bei Rutronik, geht nach den ersten Monaten des Jahres 2019 »von einer Fortsetzung des Umsatzwachstums mit etwas geringerem Auftragseingang« aus.

Ganz ähnlich bewerten einige Hersteller die Situation. »Wir erwarten für 2019 eine Fortsetzung des letzten Jahres, mit Zuwachs in den Bereichen Standard und kundenspezifische Lösungen«, gibt Thomas Widdel, Director Site Bremen bei Powerbox/Cosel, zu Protokoll. Für Traco Power, so Sebastian Fischer, Geschäftsführer der Traco Electronic, hat 2019 mit einem Rekordmonat begonnen, »der kurze Monat Februar war etwas bescheidener«.

Auch Heiko Kirbach, Managing Director bei HGPower, lässt sich bislang keine Veränderung zum Vorjahr erkennen, »die Neuprojekte unserer Kunden wurden bislang nicht on-hold gesetzt«. Er rechnet aber generell mit einer leichten Abkühlung des Stromversorgungsmarktes für 2019. Als Grund dafür nennt er unter anderem auch die reduzierten Wirtschaftsprognosen, die seit Mitte 2018 kommuniziert werden »und die den Markt psychologisch unter Druck setzen«.

Traum rechnet für 2019 mit einer nochmaligen Verschärfung der Lieferzeiten. »Eine wirkliche Entspannung ist aus unsrer Sicht für dieses Jahr nicht zu erwarten. Der Backlog ist deutlich angestiegen, und unsere Entwicklungsabteilung ist weiterhin stark mit Requalifizierungsarbeiten beschäftigt.«

»Die Situation ist am Weg der Besserung, die Kunden wissen Bescheid und rechnen mit höheren Lieferzeiten«, gibt Hanausek seine Einschätzung wider. »Bei Neuprojekten ist manchmal noch die Vorserie problematisch, dann bietet unser Sample-Shop in Kleinststückzahlen schnelle Verfügbarkeit für Bemusterungen.«

Hermann Püthe, inpotron Schaltnetzteile
© inpotron Schaltnetzteile

Hermann Püthe, inpotron Schaltnetzteile: »Bis Mitte des Jahres 2018 sah es noch nach einem Wachstum von 15 Prozent aus, danach dann haben sich Zulieferer zunehmend als Umsatzbremse und Kostentreiber erwiesen.«

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