General Electric: Kompetenzzentrum für Energieumwandlung

In Garching bei München hat General Electric für 5 Millionen Euro ein Kompetenzzentrum für Energieumwandlung eröffnet, um Produkte für erneuerbare Energien noch schneller auf den Markt bringen zu können. Die Zahl der Mitarbeiter stieg um 20 Prozent.

Das neue Kompetenzzentrum von General Electric (GE) liegt auf dem Forschungs- und Hochschulcampus in Garching bei München. Das Unternehmen stellt bis zu zwanzig zusätzliche Wissenschaftler und Ingenieure ein und investiert 2010 insgesamt fünf Millionen Euro, um die im Forschungszentrum verfügbaren Laborräume und -kapazitäten zu erweitern.

Fortschrittliche Technologien für Stromrichter und Leistungsumformer sind gerade für den Aufbau »intelligenter« Stromnetze von entscheidender Bedeutung, damit diese die Einspeisung eines höheren Anteils erneuerbarer Energien bewältigen können. Energie aus erneuerbaren Quellen, wie sie durch Windkraft und Sonneneinstrahlung bereitgestellt werden, unterliegt erheblichen Schwankungen und der erzeugte Strom wird nicht in der üblichen Netzfrequenz geliefert. Um die Synchronisation dieser Quellen mit dem Stromnetz zu gewährleisten, müssen Komponenten der Hochleistungselektronik sowie der Steuerungs- und Regelungstechnik eingesetzt werden.

Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel betonte bei der Eröffnung: »Bayern gehört zu den weltweit führenden Ländern bei der Erzeugung von Solarstrom. Für die Integration in die Netze sind Stromrichtertechnologien besonders wichtig. Ich freue mich über das Engagement von GE. Das bereits bestehende bayerische Cluster Leistungselektronik wird durch das neue Kompetenzzentrum von GE weiter gestärkt. Wichtige Komponenten für erneuerbare Energiesysteme kommen aus Bayern und sichern zahlreiche Arbeitsplätze im Freistaat.«

Die Mitarbeiter des neuen Kompetenzzentrums werden schwerpunktmäßig an der Entwicklung neuer Stromrichter für Windturbinen und Solaranlagen forschen. Mit derartigen Geräten ist es möglich, Energie – auch bei größeren Schwankungen im Systembetrieb – in zuverlässiger Weise in das Netz einzuspeisen. In naher Zukunft sollen die Forschungsaktivitäten des Zentrums weiter ausgebaut werden, um Zukunftsmärkte wie etwa den Transport elektrischer Energie über große Entfernungen abzudecken.

»Die neuen Stellen und Laborkapazitäten, die wir jetzt schaffen, führen dazu, dass GEs Forschungsressourcen in Europa signifikant erweitert werden. Gleichzeitig stärken wir aber auch unser europäisches Forschungsnetzwerk mit Universitäten, Industrie und Politik«, erklärte Carlos Härtel, Leiter GE Global Research Center Europe. »Die Europäische Union hat als Ziel vorgegeben, dass bis zum Jahre 2020 zwanzig Prozent des Energiebedarfs der einzelnen Mitgliedsländer durch erneuerbare Energien gedeckt werden sollen. Für diesen enormen Ausbau bedarf es intelligenter Lösungen, die Schwankungen beziehungsweise Störungen innerhalb der Versorgungsnetze ausgleichen und somit eine sichere Stromversorgung rund um die Uhr gewährleisten. Dabei ist die Stromrichtertechnik eine entscheidende Komponente, um einerseits die Kosteneffizienz zu steigern und andererseits die Integration im Stromnetz selbst zu verbessern.«

Das neue Kompetenzzentrum unterstützt den Geschäftsbereich Controls and Power Electronics von GE Energy und ist Teil eines globalen Ingenieurteams. Die einzelnen Arbeitsgruppen dieses Ingenieurteams sind überall in der Welt tätig, um für den globalen Markt Produkte im Bereich der erneuerbaren Energien zu entwickeln und bereitzustellen. Außerdem wird das Team von GE Energy eng mit den Forschern und Ingenieuren in dem Labor für Hochleistungselektronik von Global Research zusammenarbeiten, um an neuen Technologien und Anwendungen zu arbeiten und diese in entsprechende Produkte für Stromrichter und Leistungswandler umzusetzen.

Das neue Kompetenzzentrum für Stromrichtertechnik soll einen weiteren Meilenstein darstellen und das Know-how des bei München ansässigen europäischen Forschungszentrums GE Global Research Europe im Bereich der erneuerbaren Energien unterstreichen.