Ampeltechnik von Siemens Die sparsamste Ampel der Welt

Ampeln mit herkömmlichen Glühlampe haben eine Leistungsaufnahme von 60 W. Ein Umstieg auf die neue Siemens-Ampel kann diesen Wert um bis zu 98 Prozent senken.
Auf deutschen Straßen regeln noch immer zahlreiche Ampeln mit herkömmlichen Glühlampen den Verkehr. Ihre Leistungsaufnahme ist mit 60 W deutlich höher, als die der neuen Siemens-Ampel.

Die neue LED-Technik von Siemens senkt die Leistungsaufnahme von Ampeln auf 1 bis 2 W - etwa 98 Prozent weniger als bei herkömmlichen Ampeln mit Glühlampen. Zusätzlich sorgt die direkte Überwachung des Lichtsignals für mehr Sicherheit bei der Ampelschaltung.

Siemens konnte die durchschnittliche Leistungsaufnahme eines Ampel-Leuchtfeldes auf 1 bis 2 W senken. Ein Umstieg auf die Siemens-Ampel mit der neuen LED-Technik lohnt sich also, denn im Vergleich haben herkömmliche Ampeln mit Glühlampen eine Leistungsaufnahme von etwa 60 W. Lastwiderstände und andere Schaltelemente sind die größten Verursacher des hohen Leistungsbedarfs. Um diese zu vermeiden, verwenden die neuen Ampeln digitale Treiber-Module zur Ansteuerung der LEDs - dadurch sinkt die Leistungsaufnahme. Die benötigte Lichtmenge wird von hocheffizienten LEDs erzeugt, die sparsamer sind als herkömmliche Glühlampen. Selbst im Vergleich zu der in LED-Ampeln üblichen 230-Volt-LED-Technik nimmt die 1-Watt-Ampel bis zu 85 Prozent weniger Leistung auf.

Direkte Überwachung des Lichtsignals

Zu keiner Zeit dürfen kreuzende Straßen gleichzeitig grünes Licht erhalten. Um das zu überwachen, werden bisher Strom- und Spannungswerte permanent an den LEDs jedes Lichtfeldes gemessen und kontrolliert. Wird eine bestimmte Höhe überschritten, so ist das Signal aktiv: Die Ampelsteuerung verbietet es ein weiteres Grün-Signal zu aktivieren. Die neuen Ampeln von Siemens messen zusätzlich zu dieser indirekten Überwachung das Lichtsignal der LEDs direkt und erkennen so, ob die LEDs wirklich leuchten. Hierbei erfasst ein Lichtsensor bei jeder LED das ausgesandte Licht. Durch das mehrstufige Überwachungskonzept erreicht die 1-Watt-Ampel ein hohes Sicherheitslevel und ist nach dem Sicherheitsstandard für elektronische Systeme mit SIL 3 zertifiziert.

Durch die Einspeisung von erneuerbarer Energie entstehen Spannungs- und Frequenzschwankungen. Im schlimmsten Fall können sie den Ausfall einer Ampel bewirken. Die Stromversorgung der 1-Watt-Module ist jedoch durch eine spezielle Schaltung in der Steuerung vom Hauptnetz entkoppelt, sodass die Ampel vor diesen Störungen geschützt ist. Damit fällt sie deutlich seltener aus als herkömmliche Modelle. Zusätzlich konnte Siemens durch die Reduzierung der Wärmebelastung die Lebensdauer erhöhen. Der Aufwand bei Wartungen ist somit deutlich geringer als bisher.

Für Kommunen und die Umwelt lohnt sich eine Modernisierung: Schon ab fünf Jahren tilgen sich die Kosten für die Umrüstung einer Kreuzung von traditionellen Glühlampen auf die 1-Watt-Ampel. An einer durchschnittlichen Kreuzung mit etwa 55 Leuchtfeldern würde die neue Technik rund 1.600 kWh pro Jahr sparen und die Atmosphäre um 960 Kilogramm CO2 entlasten. Im italienischen Bozen und süddeutschen Bietigheim-Bissigen kommen erste 1-Watt-Ampeln - genannt Sitraffic One - bereits zum Einsatz.

Energieeffiziente Lösungen von Siemens finden Sie auf der PCIM am Messestand 6-116.