UHDTV Wenig Interesse an Vierfach-HD-Fernsehern

Dieses Jahr haben Hersteller wie LG oder Sony die ersten Fernseher mit vierfacher HD-Auflösung vorgestellt, so genannte 4k-Fernseher. Die Käufer werden sich in den nächsten Jahren aber kaum dafür interessieren.

Das Marktforschungsunternehmen IHS iSuppli ist der Meinung, dass diese 4K-Fernseher bis 2017 einen Marktanteil von unter einem Prozent haben werden. Konkret rechnen die Marktforscher für das Jahr 2017 mit 2,1 Millionen verkauften Geräten weltweit. Das würde 0,8 Prozent Marktanteil bedeuten. In diesem Jahr sollen übrigens 4000 dieser Geräte verkauft werden.

Erst in diesem Jahr hatte Sony einen 84-Zoll-Fernseher vorgestellt, der diese hohe Auflösung von 3840 x 2160 Pixel hat. Die Kosten für das 2,13m-Ungetüm: 25.000 Dollar. Auch LG hatte so ein 84-Zoll-Modell vorgestellt. Etwas moderater war da Toshiba mit einer 55-Zoll-Version für 10.000 Dollar.

Eines der größten Hindernisse ist sicher, dass es kaum Inhalte für solche hohen Auflösungen gibt. Fernsehprogramme dafür gibt es ohnehin nicht. Dazu kommt, dass 4K eigentlich nur bei sehr großen Fernsehern sinnvoll ist. Der Markt für solche Geräte, die jenseits der 60-Zoll-Marke liegen, ist mit einem Anteil von 1,5 Prozent vom Gesamtmarkt allerdings sehr klein. Dazu kommen der hohe Preis und die Tatsache, dass den meisten Menschen HD vollkommen ausreicht.

Warum haben die Unternehmen dann also überhaupt solche Fernseher vorgestellt? Die Marktforscher gehen davon aus, dass 4K-Fernseher momentan eher ein Überbrückungsprodukt sind. Der nächste große Schritt sind nämlich die OLED-Fernseher, die allerdings noch ein paar Jahre brauchen werden. Außerdem sind die koreanischen Hersteller LG und Samsung in der OLED-Technik führend, was das Engagement der japanischen Hersteller bei 4k erklären würde.