Augmented Reality auf dem Vormarsch Taucherhelm mit Head-up-Display

Ausprobieren des Divers Augmented Vision Display im Rahmen einer Laborsimulation.
Ausprobieren des Divers Augmented Vision Display im Rahmen einer Laborsimulation.

Nun also sogar unter Wasser: Ein von der US-Marine entwickeltes Head-up-Display für Taucherhelme soll bei Tauchgängen Orientierung bieten und bei verschiedensten Tauchmissionen zum Einsatz kommen.

Am Naval Surface Warfare Center Panama City Division der US-Marine entwickeln Dennis Gallagher und sein Team ein System für Taucherhelme, mit dem das Tauchen in Zukunft revolutioniert werden könnte.

Das Divers Augmented Vision Display (DAVD) ist ein Head-up-Display, das sich in einen Taucherhelm integrieren lässt. Über das Display können dem Taucher beispielsweise Sonar- und Positionsdaten, Textnachrichten, Diagramme, Fotos oder auch Augmented-Reality-Videos angezeigt werden. Durch diese Echtzeitdaten sollen Tauchmissionen sowohl effizienter als auch sicherer werden, denn die Aufmerksamkeit des Tauchers kann je nach Situation auf die wichtigsten Dinge gelenkt werden und eine genaue Navigation zu einem Objekt wie einem Schiff oder einem versunkenen Flugzeug ist möglich. Der Taucher muss sich nicht mehr nur auf Informationen verlassen, die er vor dem Tauchgang erhalten hat.

Das HUD lässt sich unter Wasser je nach Bedarf an- und abschalten. Außerdem kann der Taucher steuern, wo genau auf dem Display die Daten angezeigt werden.
Denkbare Einsatzmöglichkeiten für das Divers Augmented Vision Display sind Unterwasser-Konstruktionsmaßnahmen sowie Bergungs- und Rettungseinsätze. Erste Unterwassertests (mit echten Tauchern) sind für Oktober geplant.
 

Bilder: 5

Augmented Reality nun auch im Taucherhelm

Head-up-Display für unter Wasser