FH Münster / Laser-Forschungsprojekt Staubexplosionen in der Verpackungsindustrie verhindern

Gelungener Projektstart (v.l.): Siegfried Hartmann, Michael Hans und Richard Sievers von EMPAC, Stefan Adam von Train, Präsidentin Prof. Dr. Ute von Lojewski, Prof. Dr. Klaus Dickmann, Jürgen Gröninger und Sascha Wagner von der FH Münster.

Startschuss für das neue Laser-Forschungsprojekt im Fachbereich der Physikalischen Technik der Fachhochschule Münster unter Beteiligung der Verpackungsunternehmen Empac und Train.

In der richtigen Zusammensetzung und bei passenden äußeren Bedingungen kann ein Gemisch aus Staub und Luft explodieren. Diese Gefahr tritt v. a. dann auf, wenn Partikel beispielsweise beim Befüllen oder Entleeren großer Verpackungen elektrostatisch aufgeladen sind. Um Staubexplosionen bei trockenen Schüttgütern zu verhindern, wurde ein neues Laser-Forschungsprojekt gemeinsam mit den Unternehmen Empac und Train, sowie dem Laserzentrum der FH Münster ins Leben gerufen. Im zweijährigen Forschungsprojekt wird ein Laserverfahren entwickelt und eine Versuchsanlage aufgebaut, um Folienverpackungen so zu bearbeiten, dass die elektrostatische Ladung abgeleitet wird. Das Projekt wird durch das zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert.
„Das Geheimnis einer guten Verpackung liegt in der Folie“, sagt Siegfried Hartmann (Entwicklungsleiter bei Empac). Je nach Schüttgut werden unterschiedliche Multilayerfolien eingesetzt, in denen eine dünne
Aluminiumfolie eingearbeitet ist. „Damit die elektrostatische Ableitung dennoch möglich ist, muss die Aluminiumschicht partiell freigelegt werden.“ Das bisherige Verfahren dafür ist aufwendig und besteht aus mehreren Schritten.
„Das geplante Laserabtragsverfahren soll die Polymerschichten der Multilayerfolie teilweise entfernen, um den Aluminiumlayer freizulegen“, erklärte Jürgen Gröninger von der FH Münster. Damit ist es möglich, die elektrostatische Aufladung in einem Arbeitsschritt abzuleiten.
„Die ersten Versuche waren schon sehr vielversprechend“, sagte Prof. Dr. Klaus Dickmann (Leiter des Laserzentrums).
„Empac ist ein Unternehmen mit einer Vielzahl von innovativen Ideen. Daher ist es sehr schön zu sehen, dass aus den ersten Gesprächen dort ein derartiges Forschungsprojekt entstanden ist“, erklärte Stefan Adam von Train.

Zum Thema

Das zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ist ein bundesweites Förderprogramm für mittelständische Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die mit diesen zusammenarbeiten. Es bietet Fördermöglichkeiten für technische Innovationsvorhaben.

Weitere Informationen

https://www.fh-muenster.de/laserzentrum

Laserzentrum der FH Münster

https://www.fhmuenster.de/fb11/personen/professorInnen/dickmann/dickmann.php

Prof. Dr. Klaus Dickmann
 

https://www.fhmuenster.de/fb11/personen/mitarbeiterInnen/groeninger.php

Jürgen Gröninger