Gemeinsame Entwicklung Sony und Panasonic wollen OLED-Fernseher entwickeln

Worüber schon länger spekuliert wurde, ist jetzt offiziell: die beiden großen japanischen Unterhaltungselektronik-Riesen Sony und Panasonic wollen gemeinsam OLED-Fernseher entwickeln.

Die beiden Unternehmen wollen OLED-Panels und -Module für OLED-Fernseher und große Displays entwickeln. Im Verlauf des nächsten Jahres wollen die beiden Konzerne dazu eine Technik für die Massenfertigung vorstellen.

Sony ist ein Pionier der OLED-TV-Entwicklung, 2007 hatte das Unternehmen den 11 Zoll großen OLED-Fernseher XEL-1 vorgestellt, der derzeit sogar noch bei Amazon für 2749 Euro angeboten wird.

Der Zusammenschluss von Sony und Panasonic dürfte in erster Linie Kostengründe haben, da die Entwicklung von OLED-TVs zur Serienreife sehr teuer werden dürfte. Die Fernsehsparten von Sony und Panasonic bereiten den Konzernen seit längerem Sorgen und weisen Verluste aus. Die gemeinsame Entwicklung von OLED-Fernsehern und Displays könnte ein Versuch sein, einen neuen Markt zu erschließen und dabei auch die Kosten einzuschränken.

Mit dem Zusammenschluss folgen die beiden japanischen Unternehmen außerdem der Konkurrenz aus Südkorea. So hatte Samsung Anfang des Jahres bekannt gegeben, sich zukünftig auf OLED-Fernseher konzentrieren zu wollen. Ähnlich Pläne verfolgt außerdem LG. So hatten Samsung und LG auf der Konsumelektronikmesse CES in Las Vegas jeweils 55-Zoll-OLED-Fernseher vorgestellt, die um die 8.000 Dollar kosten.

Mit der Massenfertigung sollen die Preise für die extrem dünnen, leichten und kontrastreichen Fernseher  in Bereiche gebracht werden, die für den Normalbürger bezahlbar sind.