Innovationen von der SID Display Week Quantenpunkte, E-Paper in Farbe und Touch AMOLED

Bei Bedarf lässt sich das Display mehrfach biegen. Zum Beispiel für Anzeigesysteme in öffentlichen Verkehrsmitteln besteht hier Bedarf.
Wenn nötig lässt sich das Display mehrfach biegen. Zum Beispiel für Anzeigesysteme in öffentlichen Verkehrsmitteln besteht hier Bedarf.

Die Displaytechnik entwickelt sich rasch voran. Markttreiber sind der Wunsch nach höheren Auflösungen, größeren Anzeigen und leuchtenderen Farben sowie nach bieg- oder faltbaren Displays. Vergangene Woche auf der SID Display Week war der aktuelle Stand der Technik zu bewundern.

Unbestrittenermaßen wurden im Rahmen der Ausstellung vor allem Ankündigungen von Smartphone-Herstellern wie Samsung mit Spannung erhofft. Der koreanische Hersteller enttäuschte die Erwartungen nicht. Das von ihm präsentierte 5,5-Zoll-Display mit 4K Auflösung soll Virtual-Reality-Anwendungen auf dem Smartphone ermöglichen, so dass man sich eine interessante Zukunft im Bereich der Konsumelektronik ausmalen kann.

Doch auf der SID Display Week gab es nicht nur aufsehenerregende Displayideen für neue High-End-Handys zu bestaunen, sondern es wurden auch viele Innovationen für andere Bereiche der Konsumelektronik, für Anzeigeeinheiten in der Verkehrstechnik sowie für industrielle Einsatzzwecke vorgestellt.

Ein- oder mehrmals biegbar

E-Ink stellte ein 32-Zoll-Display vor, das sich vor allem durch zwei Merkmale auszeichnet: seine Biegsamkeit und sein geringes Gewicht. Aufgrund dieser beiden Eigenschaften eignet sich das neue Display aus der Produktlinie Mobius als Ersatzlösung für verschiedenste Digital-Signage-Anwendungen.

Das Display lässt sich ein- oder mehrmals krümmen, so dass eine einmal in eine Richtung gebogene oder eine mehrfach gebogene Lösung realisierbar sind. Dies kann beispielsweise für die Verwendung als Overhead-Informations- und Werbeanzeigesystem in öffentlichen Verkehrsmitteln erforderlich sein. Das 32-Zoll-Display wiegt 150 g und weist eine Auflösung von 2650 x 1440 Pixel bei 94 dpi auf. Der Strombedarf kann auch mit Solarzellen oder wiederaufladbaren Batterien gedeckt werden.

Eine weitere Neuheit von E-Ink ist das Advanced Color ePaper (ACeP). Dieses elektrophoretische Display ist in der Lage, die gesamte Farbpalette auf jedem Pixel ohne Verwendung eines Farbfilter-Arrays zu erzeugen. Der gesamte Farbbereich inklusive der acht Grundfarben wird nur mit farbigen Pigmenten erreicht. Das Display nutzt eine einzelne Schicht einer elektrophoretischen Flüssigkeit, die ähnlich wie bei TFT-Backplanes mit der angelegten Spannung geregelt wird.

Die Fülle an Farben wird zustande gebracht, weil alle Farbpigmente in jedem Bildpunkt vorhanden sind. Im Gegensatz zu Farbfilter-Arrays mit nebeneinander angeordneten Pixelfarben wird das Licht nicht abgeschwächt. Mit ACeP hat E Ink eine für kommerzielle Anwendungen realisierbare Displaylösung  mit reflektierender Farbe auf jedem Pixel entwickelt. Hauptsächliche Zielapplikation für das ACeP ist ebenfalls Digital Signage.