Osram: Phaser 500 Phosphor-Laser erreicht Rekordwerte bei Leuchtdichte

Phaser 500, zusammengesetzt aus den Begriffen Phosphor und Laser, erreicht für medizinische und industrielle Anwendungen im Labor neue Rekordwerte in puncto Leuchtdichte.

Phaser-Technologie

Der Begriff Phaser setzt sich aus den Worten Phosphor und Laser zusammen. Das der Phaser-Technologie zugrundeliegende Prinzip ist dem der weißen LED ähnlich. Prinzip der weißen LED: Weißes Licht kann nur indirekt erzeugt werden, weil es durch Mischung des gesamten sichtbaren Spektralbereichs entsteht. Eine Möglichkeit weißes Licht dennoch zu erzeugen ist die sog. Photolumineszenz. Über einem blau-emittierenden LED-Chip wird eine dünne Schicht eines Phosphor-haltigen Farbstoffs abgeschieden. Sobald Strom durch die Diode fließt, wird energiereiches blaues Licht emittiert und die Phosphorschicht zum Leuchten angeregt. Diese emittiert energieärmeres gelbes Licht. Der nicht von blau nach gelb konvertierte Lichtanteil mischt sich mit dem vom Leuchtstoff erzeugten gelben Licht und ergibt weißes Licht mit einer spektralen Verteilung, die für weiße LEDs typisch ist. Da die heutige LED-Chip-Technologie nur eine begrenzte Leuchtdichte erzeugen kann, ist auch die Weißlichterzeugung begrenzt.

Die Phaser-Technologie fokussiert das blaue Licht mehrerer Laserdioden zu einer hohen Energiedichte, anstatt das blaue Licht eines LED-Chips in gelbes Licht zu konvertieren. Diese hohe Energiedichte ermöglicht es, mit dem Leuchtstoff eine höhere Leuchtdichte zu erzielen, als es mit einer blauen LED möglich ist. Die erzielte Leuchtdichte ist vergleichbar mit der einer leistungsstarken Entladungslampe, beispielsweise einer 300 W Xenonlampe. Die Lebensdauer einer mit Phaser-Technologie betriebenen Lichtquelle ist im Vergleich zur 300 W Xenonlampe laut Osram deutlich länger.

Vorteile der Phaser-Technologie gegenüber konventionellen Entladungslampen

  • > 60-fach längere Lebensdauer
  • kein Anteil von UV- und IR-Licht im Spektrum des generierten Lichts
  • energieeffizient

Vorteile der Phaser-Technologie gegenüber weißen LED

  • mehr Licht (dreimal so hell)
  • einfache Kühlung
  • keine Änderung der Farbtemperatur des Lichts über weite Dimmbereiche
  • kaum Änderung der Farbtemperatur des Lichts über die Lebensdauer

Im Jahr 2012 präsentierte Osram Phaser 3000. Dieser wurde nun weiterentwickelt und die Produktpalette um Phaser 500 erweitert. Der überarbeitete Phaser mit einer Rekord-Leuchtdichte von 3700 cd/mm² und einer im Vergleich zur Vorgängerversion kompakteren Bauform, ermöglicht die Anwendung in Lichtleitfasern mit einem Durchmesser < 1 mm. Phaser 500 eignet sich beispielsweise für den Einsatz in der Endoskopie, Boroskopie und Messtechnik, die eine hohe Leuchtdichte erfordern.

„Mit der Weiterentwicklung des Phasers erreichen wir eine deutliche Verbesserung der Leistungsfähigkeit bei gleichzeitiger Steigerung des Bedienkomforts für die Anwender“, erläutert Holger Laabs von Osram.
Durch die hohe Leuchtdichte ist Phaser 500 als Faserlichtquelle für medizinische und technische Anwendungen geeignet.

Rekordwerte im Labor

Während eine weiße Standard-LED eine Leuchtdichte von ca. 100 cd/mm2 aufweist, erreicht Phaser 500 eine Leuchtdichte von 3700 cd/mm2 – ein neuer Rekordwert im Labor. Ermöglicht wurde der Rekordwert durch Überarbeitung der Leuchtstoffe und des optischen Systems.