Marktstudie OLED-Panels könnten knapp werden

Zwar gibt es OLED-Fernseher noch nicht so richtig zu kaufen aber die Marktforscher haben bereits einen Blick in die Zukunft geworfen. Demzufolge könnte die Nachfrage nach OLED-Fernsehern in der Anfangsphase so stark werden, dass es womöglich sogar Kapazitätsengpässe gibt.

Schon 2014, also in gerade einmal zwei Jahren, soll die Nachfrage nach OLED-Panels für Fernseher erstmals stark anziehen. Das geht aus der Studie »AMOLED TV Development Status and Competitiveness Analysis« des Marktforschungsunternehmens Displaybank hervor.

Das Szenario der Marktforscher sieht in etwa so aus: bereits in der zweiten Hälfte dieses Jahres werden LG und Samsung mit der Fertigung von OLED-Panels für Fernseher beginnen. In der zweiten Jahreshälfte 2013 soll die Fertigung dann deutlich ansteigen. In dieser Anfangsphase sollen dann auch die Fertigungskosten von 55-Zoll-OLED-Panels um etwa ein Drittel sinken. Ab der ersten Hälfte 2014 soll es dann OLED-Fernseher in verschiedenen Größen geben, was die Nachfrage der Fernsehhersteller nach OLED-Panels stark ansteigen lassen soll.

Diese ab 2014 einsetzende Nachfrage können Samsung und LG mit ihren existierenden Fertigungslinien der Generation 8,5 zwar bedienen aber ab 2016 könnte es dann knapp werden. Die Marktforscher von Displaybank empfehlen daher den Bau weiterer Fertigungslinien, die 2016 in Betrieb gehen können.

Neben Samsung und LG werden auch weitere Hersteller wie Sony und Panasonic sowie AUO in den OLED-Panel-Markt stoßen. Sony und Panasonic hatten ja vor kurzem angekündigt, im Laufe des Jahres 2013 eine eigene Fertigungstechnik dafür zu entwickeln. Wann die Massenfertigung auf Basis dieser Technik dann aber tatsächlich einsetzt, dürfte noch nicht klar sein.

Technologisch sieht Displaybank dann auch LG und Samsung der Konkurrenz um ein paar Jahre voraus,  da sie sowohl Erfahrung in der Massenfertigung von kleineren und mittleren OLED-Displays sowie die Infrastruktur für die LCD-Fertigung haben.