Prüfverfahren für Hologramme Leichterer Einstieg in den Markt für 3D-Displays

Mit dem Prüfverfahren können optische Eigenschaften im Sichtfeld des Hologramm-Betrachters analysiert und verifiziert werden.

In Kooperation mit Bayer MaterialScience hat i-sft ein neues Messverfahren für die Prüfung von fotopolymerbasierten Hologramm-Materialien entwickelt. Das Prüfverfahren soll Kunden den Einstieg in den Markt für Holografie-Lösungen wie beispielsweise 3D-Displays erleichtern.

Das Prüfverfahren von i-sft ist speziell für den Fotopolymer-Film Bayfol HX von Bayer MaterialScience optimiert, der eine volumetrische High-Resolution-Holografie für die Massenproduktion erlaubt. Mit dem Verfahren lassen sich holografische Abbildungen, die mit solchen Filmen reproduziert werden, sowohl qualitativ als auch quantitativ analysieren. Es ist damit möglich, eine automatisierte In-Line-Prüfung von gedruckten Hologrammen bei reproduzierbarer Toleranz zu realisieren. Das Verfahren soll die kommerzielle Nutzung des von Bayer entwickelten holografischen Materials erleichtern.

Der Fotopolymer-Film von Bayer erlaubt die Farbwiedergabe von 3D-Bildern sowie eine exakte Lichtkontrolle. Dadurch eignet sich der Film mit der Bezeichnung Bayfol HX für neue Technologien wie beispielsweise autostereoskopische 3D-Displays oder energieeffiziente Lichtlösungen. Kundenspezifisch konfektionierte Filmrollen mit einer Breite von bis zu 1600 mm sind lieferbar. Vermarktet wird das Material im Rahmen von Entwicklungsprojekten, für die Bayer MaterialScience den gesamten Prozess von der Fotopolymer-Herstellung über die Laseraufzeichnung bis hin zur Filmentwicklung anbietet.

Mit der von i-sft vorgestellten Prüftechnik ist es möglich, gleichzeitig mehrere quantitative Charakteristika von Hologrammen bereits während der Herstellung von Bayfol HX zu prüfen, darunter Helligkeitsverteilung, Farbwiedergabe, Dispersion und Farbverschiebung. Dies erfolgt jeweils über den relevanten Raumwinkel und für beliebige Schnittflächen der virtuellen Abbildung. Außerdem lassen sich optische Eigenschaften wie Farbmischung und Farbübersprechen in der so genannten Eyebox, das heißt im Sichtfeld eines Hologramm-Betrachters, analysieren und verifizieren. Dadurch erhält man Erkenntnisse über die Qualität des erzeugten Bildes aus Sicht des Nutzers.

Im Rahmen der eletronic displays Conference wird das Hologramm-Prüfverfahren am 25. Februar um 14 Uhr vorgestellt. Dr. Rainer Hagen von Bayer MaterialScience präsentiert den Fotopolymer-Film Bayfol HX. Das Prüfverfahren von i-sft wird von Tomasz Tarnowski erklärt.