Fraunhofer IPMS: Großinvestition in den Forschungsstandort Dresden

Das Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme (Fraunhofer IPMS) hat derzeit doppelten Grund zum Feiern: Die Erweiterung des Instituts und die Einweihung des neuen Reinraums. Außerdem hat das Institut den Startschuss für das Center for Organic Materials and Electronic Devices Dresden (COMEDD) gegeben.

Der neue Reinraum umfasst vier Ebenen mit 1500 m² Fläche. Auf 150 mm Siliziumsubstraten können dort Mikrosysteme und CMOS-Schaltkreise entwickelt und hergestellt werden, etwa für Mikrospiegel oder Laserprojektoren. In die Modernisierung und Erweiterung des Fraunhofer IPMS sowie in den Bau des neuen Reinraums einschließlich Ausrüstung haben EU, Bund und Land zusammen 50 Millionen Euro investiert. Knapp zwei Drittel der Kosten trug die EU, Bund und Land steuerten je 20 Prozent bei. 

Seine Expertise im Bereich Organische Leuchtdioden (OLED) will das Fraunhofer IPMS noch weiter ausbauen. Mit dem neuen »Center for Organic Materials and Electronic Devices Dresden« (COMEDD) soll ein europaweit führendes Zentrum für organische Halbleiter etabliert werden, das produktnahe F&E und die Umsetzung der Forschung in die Pilotfertigung ermöglicht. In das Center investieren EU, Land und Bund bis 2009 25 Millionen Euro.

Welche besondere Bedeutung Fraunhofer Institute für den Wirtschaftsstandort Dresden haben, macht Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Dr. Eva-Maria Stange deutlich: »Spitzeninstitute wie das Fraunhofer IPMS geben der High-Tech-Industrie in Sachsen wichtige Impulse. Diese angewandte Forschung ist unsere Schnittstelle für die Zukunft, denn sie schafft Arbeitsplätze und Wertschöpfung. So hat sich die MicroEmissive Displays aus Edinburgh entschieden, ihre Minibildschirme auf OLED-Basis in Dresden herzustellen – wegen der Kompetenz des Fraunhofer IPMS«.