Fraunhofer FEP / OLEDs / EU-Projekt TREASORES Flexible Solarzellen und LED-Paneele mit TREASORES Elektroden und Barrierefolien

Eine flexible Lichtquelle aus OLEDs, die im Rahmen des TREASORES-Projekts entwickelt wurde.

Erfolgreicher Abschluss des EU-Projekts TREASORES: Produktionsprozesse für transparente Elektroden und Barrierematerialien für die nächste Generation flexibler Optoelektronik entwickelt.

Im November 2012 startete das EU-Projekt TREASORES (Transparent Electrodes for Large Area Large Scale Production of Organic Optoelectronic Devices) mit dem Ziel, die Produktionskosten von organischen Bauteilen, wie Solarzellen und LED-Paneelen zu reduzieren. Das Projekt hat Produktionsprozesse für transparente Elektroden und Barrierematerialien für die nächste Generation flexibler Optoelektronik hervorgebracht. Einige Entwicklungen wurden bereits für die Industrieproduktion hochskaliert. Beispielsweise werden drei transparente Elektroden auf flexiblen Substraten kommerziell produziert bzw. sollen dieses Jahr auf den Markt kommen. Die flexiblen Substrate basieren entweder auf Kohlenstoffnanoröhrchen, Metallfasern oder dünnen Silberschichten.

U. a. mittels Rolle-zu-Rolle-Fabrikation wird die Herstellung der nächsten Generation von Lichtquellen und Solarzellen ermöglicht. Die beschriebenen Elektroden eignen sich dafür gut. Eine Rolle mit OLED-Lichtquellen wurde mit Hilfe des Rolle-zu-Rolle Prozesses am Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl und Plasmatechnik (FEP) auf einer dünnen Silberelektrode hergestellt. Laut Fraunhofer werden durch diese Art der Prozesstechnologie die Preise für Lichtquellen und Solarzellen in Zukunft deutlich sinken.

Die Elektroden, die im Verlauf des Projekts entwickelt wurden sind, laut FEP ebenso leistungsfähig und transparent wie Elektroden der aktuellen Technik. Sie können jedoch kostengünstiger produziert werden und sind nicht vom Import des immer seltener werdenden Metalls Indium abhängig. Herkömmliche Elektroden basieren auf Indium dotiertem Zinnoxid (ITO). Die neuen Elektroden sind auch auf größeren Flächen homogene Lichtquellen. Sie erreichen eine Effizienz von 25 Lumen pro Watt. Damit sind sie vergleichbar mit äquivalenten Bauteilen bisheriger OLED-Technologien. Der Herstellungsprozess von ITOs ist langsamer, da auf einzelnen Folien produziert wird.