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»Die Leistungsdichte photonischer Subsysteme steigt«

19. Februar 2021, 17:30 Uhr   |  Nicole Wörner


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Ein - wenn auch überschaubares - Wachstum in 2021 ist möglich

Jan Meise, CEO AMS Technologies AG
© AMS Technolgies

Jan Meise, AMS Technologies

Jan Meise, CEO AMS Technologies AG:

Die Corona-Pandemie hat die Wirtschaft verändert. Welchen Aspekt würden Sie als nachhaltig bleibend – und vielleicht sogar als positiv – bezeichnen? 

In der Tat hat sich ein interessanter Corona-bedingter Trend gezeigt: Sowohl bei uns im Unternehmen als auch bei unseren Kunden arbeiten jetzt viele Entwickler im Wechsel aus dem Homeoffice und im Labor – was die Bedeutung des Fernzugriffs auch auf Subsysteme enorm gesteigert hat. Statt Prototypen ständig hin- und herzuschicken, hat der jeweils andere Entwicklungspartner nun über webbasierte Geräteschnittstellen ebenfalls Fernzugriff für eigene Tests – und die Designs können viel schneller in Produktion gehen. 

Welche Photonik-Trends werden uns im Jahr 2021 begleiten? 

Der aus der Elektronik bekannte Trend zur Integration nimmt auch in der Photonik zunehmend an Fahrt auf. Waren neuartige Femtosekunden-Pulslaser anfangs meist zimmergroße diskrete Aufbauten, werden jetzt möglichst viele Komponenten in immer kleineren Formaten integriert. Ähnliches ist bei Hochleistungs-Lasern für die Materialbearbeitung zu beobachten, und auf Mikroebene entstehen zunehmend „Photonic Integrated Circuits“, also Photonik-Chips auf der Grundlage optischer Technologien. Als Folge steigt die Leistungsdichte photonischer Subsysteme in allen Formfaktoren stark an, was ein detailliertes thermisches Konzept für das Gesamtsystem schon im Prototypenstadium nötig macht. Insbesondere dort, wo Thermoelektrik nicht mehr ausreichend effiziente Kühlleistung erbringen kann, sorgen zukünftig kompakte, regelbare und umweltfreundliche Kühllösungen auf Kompressor-Basis für die richtige Betriebstemperatur. 

Was erwarten Sie wirtschaftlich betrachtet für das Jahr 2021 – für die deutsche Photonik-Branche als solche und für Sie als Unternehmen? 

Bedingt durch die Viruskrise gehen wir für den deutschen Photonik-Markt von einem nur moderaten Abschwung für 2020 aus und halten für 2021 sogar ein – wenn auch sehr überschaubares – Wachstum für möglich. 
 

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1. »Die Leistungsdichte photonischer Subsysteme steigt«
2. Der Markt wird sich relativ schnell erholen
3. Ein - wenn auch überschaubares - Wachstum in 2021 ist möglich

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