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WomeninTech - Wir zeigen die inspirierenden 'Role Models' aus der Elektronik

24. März 2021,  33 Bilder

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Dr. Bärbel Götz, Geschäftsführung, BMK

Nach Physikstudium und Promotion in Augsburg arbeitet Dr. Bärbel Götz zunächst in Forschung und Entwicklung bei Rodenstock. Seit 2007 ist sie bei BMK, erst als Fertigungsleitung und seit 2016 in der Geschäftsführung. Zusätzlich leitet sie seit 2014 als Geschäftsführerin den tschechischen Standort BMK Czech Technologies s.r.o.

„Am besten gefällt mir die Abwechslung in meinem Job. Die Kunden von BMK sind in unterschiedlichen Branchen zuhause,  u.a. in der Industrieelektronik, in Automotive, Gebäudetechnik, Energie-/Umwelttechnik oder Telekommunikation. Die branchenübergreifende Tätigkeit ist sehr interessant.

Wir begleiten neueste technische Entwicklungen. Und obwohl wir selber keine eigenen Produkte herstellen, laufen mir überall die Produkte unserer Kunden über den Weg: Schneeerzeuger, automatische Schiebetüren, Kassensysteme in Supermärkten, Smart Meter, Ladesäulen für e-Mobility, usw. In einem mittelständischen Unternehmen wie BMK gibt es kurze Entscheidungswege.

Notwendige Investitionen werden auf kurzem Dienstweg entschieden. Man sollte weg von dem Schubladendenken, dass Elektronik oder IT nur etwas für Männer ist. Bei BMK gibt es schon länger Frauen in allen Bereichen, selbst in Führungspositionen (Geschäftsführung, kaufmännische Leitung, Leitung strategischer Einkauf, …).

Dies ist auch in den meisten mittelständischen Unternehmen der Fall. Damit sich mehr Frauen für technische Berufe begeistern, sollten sie frühzeitig auf die vielfältigen technischen Bereiche aufmerksam gemacht werden. Idealerweise beginnt das schon während Schulzeit. Auch in der Zusammenarbeit von Unternehmen mit Universitäten oder Hochschule sollten Forschungsprojekte gezielt an Frauen vergeben werden.

Wenn man Talent hat und für ein Thema brennt, dann ist es egal, ob man sich in einer Männerdomäne befindet oder nicht. Begeisterung und Leidenschaft fördern,  Kreativität und Engagement - und dann stellt sich der Erfolg auch ein.

Günstig ist es, schon früh zielstrebig z.B. durch Praktika Wunschvorstellung und Realität abzugleichen bzw. ein Netzwerk zu knüpfen. Hier ist die Industrie gefragt,  Praktika und Stellenausschreibungen gezielt an Mädchen und Frauen zu kommunizieren, um so Berührungsängste abzubauen.