Aus der Hand an die Wand

Seit Erfindung des Walkmans ist über die Konsumenten eine ganze Palette elektronischer „Gadgets“ hinweggegangen, die eines auszeichnet: Sie passen in die Brusttasche des Oberhemdes. Dazu zählen u.a. PDA, Handy, Digitalkamera, Blackberry und iPod. Der letzte Schrei sind nun Pico-Projektoren, die es etwa dem reisenden Geschäftsmann erlauben, seine Power-Point-Folien „aus der Hand an die Wand“ zu werfen.

Seit Erfindung des Walkmans ist über die Konsumenten eine ganze Palette elektronischer „Gadgets“ hinweggegangen, die eines auszeichnet: Sie passen in die Brusttasche des Oberhemdes. Dazu zählen u.a. PDA, Handy, Digitalkamera, Blackberry und iPod. Der letzte Schrei sind nun Pico-Projektoren, die es etwa dem reisenden Geschäftsmann erlauben, seine Power-Point-Folien „aus der Hand an die Wand“ zu werfen.

Den vielleicht kleinsten Beamer der Welt“ hat Aiptek International (www. aiptek.de) auf der Funkausstellung in Berlin vorgestellt. Das Gerät mit den Abmessungen 155 × 55 × 23 mm² wiegt 122 g. Der Miniprojektor eignet sich für Präsentationen in kleinen Gruppen für den Geschäftsreisenden und im privaten Bereich. Angeschlossen wird das Gerät über einen 3-in-1- AV-Eingang. Durch einen Schacht, in den sich die Speicherkarten-Formate SD (HD) und MMC/MC-Pro einsetzen lassen, kann das Gerät auch „Stand alone“ betrieben werden. Neben JPEG-Dateien können hier auch die Formate MP3, MPEG-4, H.264 und M-JPEG abgespielt werden.

Der Projektor stellt das Bildformat 4:3 mit einer Auflösung von 640 × 480 Pixel dar. Als Projektionsgröße empfiehlt der Hersteller Bilddiagonalen zwischen 13 cm und 130 cm, abhängig von den Lichtverhältnissen der Umgebung. Die Projektionsdistanz beträgt dabei zwischen 21 und 180 cm. Als Lichtquelle werden weiße LEDs verwendet, die Lebensdauer ist mit 20 000 Stunden angegeben.

Aiptek steht mit seinem Projektor für die Westentasche nicht alleine da. Der Texas-Instruments-Geschäftsbereich DLP Products (www.dlp.com) stellte einen Chipsatz mit der Bezeichnung DLP-Pico vor, mit dem sich Pico-Projektoren realisieren lassen. Der Chipsatz besteht aus einem speziellen MEMS-Spiegel-Chip „DLP Pico“ und dem „DLP Pico“-Prozessor-Chip, letzteren gibt es in den Varianten DDP1500 bzw. DDP1505. Der -1500 ermöglicht die Integration des Miniaturprojektors in tragbare Geräte, während der -1505 für den Aufbau von Handprojektoren zugeschnitten wurde. Die optische Transmission des DLPElements (Digital Light Processor) beträgt 92 Prozent, die einzelnen mikromechanischen Spiegelelemente schalten das Licht in unter 20 μs in den Strahlengang hinein bzw. aus ihm heraus. Die Firma Optoma (www.optoma.com) stellte einen Kleinstprojektor auf Basis des DLP-Pico-Chipsatzes vor. Für die Ausleuchtung werden LEDs verwendet, der Hersteller gibt eine Lebensdauer von 20 000 Stunden an. Das Gerät wiegt 115 g und ist 50 mm breit, 15 mm hoch und 103 mm lang. Der Projektionsabstand kann hier zwischen 25 cm und 2,6 m liegen, die Bilddiagonale der Projektion variiert dabei zwischen 15 cm und 150 cm.

Ebenfalls mit LEDs funktioniert der Kleinstprojektor „Micro Professional Projektor 3M MPro110“ von 3M (www.3m.com), allerdings wird für die Projektion ein LCoS-Element (Liquid Crystal on Silicon) verwendet. Dieses Modell liegt mit seinen Abmessungen von 115 mm × 50 mm zwischen denen der Produkte von Optoma und Aiptek. Das Gerät wiegt 150 g und wirft dank des eingebauten Lithium- Ionen-Akkus Bilder mit einer Diagonale von 1,27 m – je nach Lichtverhältnissen – für eine Stunde an die Wand. Zum Lieferumfang gehört natürlich auch ein Netzteil. Der Handprojektor bietet Anschlussmöglichkeiten für den Computer (VGA-Eingang), Personal Media Player wie den iPod, Digitalkameras, Camcorder, Handys und Smartphones mit „Video out“- Signal sowie Spielekonsolen. jw