Nanopapier als Energiespeicher

Forscher des amerikanischen Renssealer Polytechnic Institute haben einen Stoff entwickelt, der aus Zellulose und Carbon Nanotubes besteht. Damit lässt sich Energie speichern.

Die Nanotechnologie ist voller Überraschungen. Das Rensselaer Polytechnic Institute in Troy (NY)– gegründet 1824 und damit die älteste Technische Universität in den USA – hat einen Energiespeicher entwickelt, den man auch für ein Blatt schwarzes Papier halten könnte.

Er besteht in der Tat zu 90 % aus Zellulose, in die Carbon Nanotubes (CNT) gezielt eingefügt wurden. Technisch lässt sich dieser Nanospeicher durch Drucken herstellen. Er ist im Temperaturbereich zwischen +150 °C und –80 °C einsetzbar.

Die Enden der CNT sind die Elektroden des Speichermediums, welches etwa wie eine Lithium-Ionen-Batterie mit stetigem Energiefluss oder aber auch wie ein Superkondensator mit kurzen Energieimpulsen arbeiten kann. Der nötige ionische Elektrolyt ist in der Zellulose gelöst und enthält kein Wasser – darum kann nichts einfrieren oder verdampfen. Das Speicherelement lässt sich biegen, falten, zerschneiden und stapeln, sodass es jeglichen technischen Anforderungen angepasst werden kann.

Da als Elektrolyt auch biologische Stoffe wie Schweiß, Blut oder Urin in Frage kommen, wäre der Nanospeicher ein für die Luft- und Raumfahrt und die Medizin interessantes Element. (EF)