Nanomagnete statt Transistoren?

Was kommt nach dem Transistor? Für einen Professor der Universität Houston gibt es nur eine logische Antwort: Nanomagnete.

Professor Dimitri Litvinov ist Leiter des Center for Nanomagnetic Systems am Cullen College der Universität Houston. Er argumentiert mit den Kondratievschen Zyklen und meint, Halbleiter hätten in den vergangenen 60 Jahren Großartiges geleistet. Aber jetzt wäre es Zeit für etwas Neues, das weitere 60 Jahre die Basis für das Informationszeitalter bilden kann. Litvinov sieht in Netzwerken aus Nanomagneten die Zukunft der binären Informationsverarbeitung, wie er dem Houston Businesss Journal erläuterte.

Nanomagnete interagieren miteinander, wenn sie durch einen magnetischen Impuls angesteuert werden. Dabei ändert sich die magnetische Orientierung, die letztlich für die Informationsverarbeitung genutzt werden soll. Litvinov sucht nach Wegen, die weitere Verarbeitung innerhalb des magnetischen Netzwerks automatisch ablaufen zu lassen.

Da Daten bereits seit langer Zeit in magnetischem Material gespeichert werden, sei der Schritt in die eigentliche Informationsverarbeitung nur logisch. Er sieht mehrere Vorteile für solche magnetischen Nanonetzwerke, weil sie nicht so hitzeempfindlich sind wie Halbleiter und auch unempfindlich sind gegen ionisierende Strahlung.

Für seine Forschungen hat Litvinov 360.000 Dollar von der National Science Foundation's Grant Opportunities for Academic Liaison with Industry (GOALI) bekommen.