Schwerpunkte

Praxistest Debug&Trace

Auf Spurensuche

28. September 2018, 11:02 Uhr   |  Dr. Constantin Tomaras, Ressortredakteur für Systemdesign, DESIGN&ELEKTRONIK


Fortsetzung des Artikels von Teil 6 .

Fazit

Obwohl alle Werkzeuge die selben Grundfähigkeiten teilen, variiert ihre Implementierung stark mit dem Anbieter. Das fällt insbesondere bei der Parametrierung der Zielverbindung mit dem GUI auf.

Ein grundlegendes Fragezeichen: Debug & Trace wird plattformübergreifend gerade beim Systemfehler eingesetzt. Hier wird ein Tool mit nahtloser Konfiguration, Integration und hoher Usability notwendig. Alle Tools zeigen aber zwei-dimensionale partitionierte Anzeigen, deren sachgerechte Darstellung auf einem Bildschirm spätestens bei Fensteranzahl vier ein Ende findet. Hier gibt es sicher zeit- und sachgerechtere Anzeigemöglichkeiten. Beispielsweise ist in Kommandozeilenumgebungen eine simultane Darstellungsmöglichkeit für unterschiedliche Blocksätze mit selektiver Transparenz auf einem Stapel populär.

Auch die Diversität in GUI-Sortierung und Bezeichnung ist aufgrund der immer selben Grundaufgaben fragwürdig. Eigentlich partitionieren diese Grundaufgaben klar in Dateimanagement, Konfiguration, Steuerung und Darstellung. Um diese Teilfenster arbeitsam auf einem Multidesktop zu verteilen, müsste die Steuerungsleiste zudem für jeden Desktop replizierbar sein.

Weiterhin ist wunderlich, dass gar keine automatisierten Testverfahren, beispielsweise für die Protokollimplementierung, geboten sind. Ein Fehler in einer Threadverbindung, sollte durch Überprüfung der Standardnamen einer Initialisierung, über ein Debuginterface auffindbar sein. Ein anderes Beispiel wären Mappings in einer Display-Applikation. So etwas muss man selbst programmieren oder die Kollegen nach dem Skript fragen.

Wir glauben, dass eine Erhöhung der Nutzererfahrung und der Testautomatisierung in Debug&Trace-Werkzeugen ein entscheidender Wettbewerbsfaktor werden kann. Das Power-Profiling und die GPIO in arms ULink plus zeichnet diese Entwicklung voraus (ct).

Literatur

[1] µVision Userguide: http://www.keil.com/support/man/docs/uv4/

[2] µTrace Manual: https://www.lauterbach.com/frames.html?manual.html

[3] PLS Handbuch zum Download nach Anmeldung auf
www.pls-mc.com

[4] Segger J-Tools Handbuch: https://www.segger.com/downloads/jlink/UM08001

[5] GNU Eclipse mit J-Link: https://gnu-mcu-eclipse.github.io/

[6] PowerView Haltepunkte: https://www2.lauterbach.com/pdf/training_debugger.pdf, S.69-144

[7] Ozone Haltepunkte: https://www.segger.com/downloads/jlink/UM08025_Ozone.pdf, S. 130

[8] Cortex-M-Trace: http://www2.lauterbach.com/pdf/debugger_cortexm.pdf

[9]http://www.keil.com/appnotes/files/apnt_310.pdf

 

Anmerkungen

* auf die Adresse mit dem aktuell ausgeführten Befehl.
** Wir wählen zwischen Pins, Buffer oder Software.
*** Dann muss man nur noch ein Konsolenfenster geöffnet halten.
**** aus der GUI-Perspektive und nach redaktionellem Ermessen.

+ Laut Herstellerangabe ist in der neuesten Version auch der interne Buffer (64 MB) wie bei einer klassischen Tracesonde einsetzbar 

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1. Auf Spurensuche
2. Nutzerschnittstelle
3. Debug- & Tracefunktionen
4. Manipulation des Zielzustandes
5. Darstellung der Zieldynamik
6. Alleinstellungsmerkmale
7. Fazit

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