Schwerpunkte

Praxistest Debug&Trace

Auf Spurensuche

28. September 2018, 13:02 Uhr   |  Dr. Constantin Tomaras, Ressortredakteur für Systemdesign, DESIGN&ELEKTRONIK


Fortsetzung des Artikels von Teil 4 .

Darstellung der Zieldynamik

Start der Trace-Aufzeichnung

Bei μTrace und J-Trace Pro läuft der Tracestream nach Aktivierung über die Konfigurationkarte permanent, bei ULink plus startet die Aufzeichnung mit Rechtsklick auf die jeweilige Adresse, UDE zeigt im Targetmanager die Trace-Kanäle (ETM/ITM), die Aufzeichnung startet dort mit einem Rechtsklick. Alternativ wird der Aufzeichnungsstart auch aus dem Tools-Menü gewählt.

uVision versteckt die Konfiguration im vorangehenden Programmierteil: »Flash>Configuration« birgt einen Reiter für die Debughardware, die Settings-Schaltfläche öffnet weitere ULink plus-spezifische Parametrierkarten. Trace geht mit dem 10-Pin-Stecker nur über den SW-Kanal, das Trace-Häkchen muss dennoch gesetzt sein. Die Spurlänge und die aufgezeichneten Traceevents sind ähnlich der UDE wählbar.

Trace-Anzeigen

Tabelle 7 zeigt die unterschiedlichen Trace-Spalten jedes Tools in Standardkonfiguration. Die Darstellung bei Ozone finden wir mit der Hervorhebung der aktuellen Trace-Aufzeichnung besonders übersichtlich.

Auf dem STM32F779NI war mit den vorliegenden Konfigurationen nur eine ETM aber keine ITM ansprechbar. Auf einem Cortex-M7 mit ITM-Zugang sollten auch die weiterführenden Features wie GANT-Chart (UDE/PowerView) oder MIPS-Diagramm (PowerView) zugänglich sein: Das MIPS-Diagramm zeigt die prozentualen Arbeitslast jeder Einzelfunktion bis zum jeweiligen Zeitpunkt auf der x-Achse.

Auch sind im PowerView-GUI (Bild 2b, unten Mitte) zahlreiche Filterdialoge (z. B. Gruppierung der Spur nach beliebigen Adressen oder Symbolen) vorhanden [8].

Profiling

ULink plus stellt unter uVision keine Profilinginformationen bereit. Ozone leistet ein gewisses Profiling (nach Source-Überdeckung, File / Function, Inst. Coverage, Run Count, Fetch Count, Load), enthält aber keine Timing-Informationen (Bild 4, links Unten). UDE und PowerView liefern Profilinginformationen sowohl auf Basis der Timing-Daten als auch der Befehlszeigerstatistik; die Auftragung bei UDE ist dabei besonders schön, im PowerView sind es einfach schwarze Balken auf weißem Untergrund mit Prozentmarken.

Codeüberdeckung

Auch die Codeüberdeckung ist unter uVision mit ULink plus nicht evaluierbar. Dies geht erst mit ULink pro. Bei Ozone, UDE und PowerView wird sie mit einer Farbmarkierung der Zeile gezeigt. Ozone zeigt auch direkt eine Statistik wenn eine Funktion im Codefenster mit dem Mauszeiger überdeckt wird.

Embedded-OS-Support

Eine Analyse der Verschachtelung durch ein eingebettetes Betriebssystem ist in allen Umgebungen möglich und unterscheidet sich nur in der Konfiguration von der Analyse einzelner Symbole.

uVisionTimeAdress / PortInstruction / DataSrc Code / Trigger AdressFunction  OzoneIndexFrameAdressOpcodeTrace  UDEIndexTickAdressDataInterpretSourceFunctionPowerViewRecordRunAdressCycleDataSymbolti.back

Tabelle 7: Die Standarddarstellung der Traceliste

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1. Auf Spurensuche
2. Nutzerschnittstelle
3. Debug- & Tracefunktionen
4. Manipulation des Zielzustandes
5. Darstellung der Zieldynamik
6. Alleinstellungsmerkmale
7. Fazit

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