Superkönner: Optische Dehnungsmessstreifen

Herkömmliche Dehnungsmessstreifen (DMS) sind z.B. in Hochspannungs- oder explosionsgefährdeten Bereichen nicht einsetzbar. Eine völlig neue Familie von optischen DMS löst dieses Problem und bietet einige weitere Vorteile.

Optische Dehnungsmessstreifen sind prädestiniert z.B. für die experimentelle mechanische Spannungsanalyse und für Messungen an faserverstärkten Kunststoffen, in explosionsgefährdeten Bereichen sowie an Komponenten der Hochstrom- und Hochspannungstechnik.

Die Hottinger Baldwin GmbH hat diese optische DMS-Produktkategorie um völlig neue Varianten erweitert, sie basieren auf so genannten Faser-Bragg-Gittern. Neben den optischen DMS gibt es auch die entsprechenden Messwerterfassungssysteme - Interrogatoren – sowie zur  Auswertung und Analyse eine spezielles Software-Modul unter dem Namen „EasyOptics“ zum Programmpaket „catman  AP“.

Das Prinzip: Faser-Bragg-Gitter werden in Glasfasern bzw. Lichtwellenleiter "eingeschrieben" und können messtechnisch unter anderem für die Dehnungsmessung genutzt werden. Diese Technologie ist seit mehreren Jahren bekannt, konnte bisher jedoch keine Praxisreife erreichen. Dies ist nun anders: Die optischen DMS werden genau wie elektrische DMS montiert, wobei die bekannten Klebstoffen der klassischen DMS-Messtechnik zur Anwendung kommen; es müssen somit keine neuen Installationsschritte erlernt werden. Ein wesentlicher Vorteil der optischen DMS besteht darin, dass sie in Reihe auf einer Glasfaser angeordnet werden können. Der Anwender benötigt so weniger Zeit für den Anschluss und spart an Gewicht gegenüber elektrischen Leitungen.

Das Software-Modul „EasyOptics“ bietet dabei dem Anwender die Möglichkeit, gleichzeitig die Signale der optischen und elektrischen DMS zu erfassen und gemeinsam darzustellen. Dies ist gerade bei vergleichenden Messungen mit optischen und elektrischen DMS ein entscheidender Vorteil.

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