Rigols neue Chipset-Generation

Zuwachs bei den High-Definition-Oszilloskopen

10. November 2022, 16:19 Uhr | Nicole Wörner
Rigol
Mit der HDO1000- und HDO4000-Familie bringt Rigol zwei High-Definition-Oszilloskop-Serien mit einer vertikalen Auflösung von 12 bit auf dem Markt.
© Rigol

Mit Rigols selbst entwickeltem Centaurus-ASIC-Chipset ausgestattet sind die beiden neuen High-Definition-Oszilloskop-Serien HDO1000 und HDO4000 von Rigol. Neben einer vertikalen Auflösung von 12 bit punkten die neuen Scopes mit weiteren interessanten Features.

Zunächst die Basics: Die als Zweikanal- oder Vierkanal-Varianten erhältlichen Oszilloskope der Serie HDO1000 sind mit Bandbreiten von 70, 100 und 200 MHz und einer Abtastrate von 1 GSamples/s erhältlich. Die maximale Speichertiefe beträgt 100 MPunkte. Für höhere Anforderungen ausgelegt ist die Vierkanal-HDO4000-Serie mit Bandbreiten von 200, 400 und 800 MHz, einer Abtastrate von bis zu 2 GSamples/s und einer Speichertiefe von bis zu 500 MPunkten. Die minimale vertikale Einstellung liegt bei der HDO4000-Serie auf 100 µV/Div, bei der HDO1000-Serie auf 500 µV/Div. Zudem sind bei der HDO4000-Serie zwei unterschiedliche Impedanzen (1 MΩ, 50 Ω) einstellbar.

So weit, so gut. Den eigentlichen Unterschied jedoch machen die neuen, von Rigol selbst entwickelten ASICs. Damit erreichen die Scopes ein niedriges Rauschverhalten von ca. 18 µV rms (bei HDO4000) beziehungsweise 50 µV rms (bei HDO1000). Durch die vertikale Auflösung von 12 bit sind selbst kleinste Amplitudenabweichungen messbar. Zusätzlich ist bei beiden Serien ein High Resolution Mode bis 16 bit aktivierbar. Das heißt, hier werden sehr hohe Auflösungen sowohl im horizontalen als auch im vertikalen Bereich mit einem tiefen Speicher kombiniert und somit die Analysevielfalt erweitert.

Rigol hat in beiden Serien eine neue Analyseform namens Ultra Acquire integriert, mit der eine schnelle Triggerrate von 1500 Mio. wfms/s erreicht wird. Damit lassen sich sehr schnelle oder auch sporadische und kurze Ereignisse sicher messen.

Alle Geräte verfügen über einen kapazitiven 10,1-Zoll-HD-Farb-Touchscreen (1024×800) mit 256 Intensitätsstufen und Farbtönen für eine präzise und klare Signaldarstellung. Praxisgerecht: Bei der HDO4000-Serie lässt sich optional eine Standard-Batterie der Größe 18650 integrieren, um Messungen ohne Netzanschluss durchzuführen.

Vielfältige Trigger-, Mathematik- und Darstellmöglichkeiten (erweiterte FFT von 1 Mio. Punkten, Masken-Test und Power-Analyse) sowie eine integrierte Signalsuchfunktion sind ebenso wie alle üblichen seriellen Bus-Protokoll-Analyse- und Trigger-Funktionen erhältlich.

Das integrierte Voltmeter und ein Frequenzzähler runden den Messumfang ab. Auch verschiedene Schnittstellen wie USB3.0 Host, USB3.0 Device, HDMI, LAN (10/100/1000BASE-T) und Aux Out sind verfügbar.

Ein breites Zubehörportfolio mit aktiven und passiven Tastköpfen, Hochspannungstastköpfen (differenziell/single-ended), unterschiedliche Stromzangen (bis 500 Ampere), 19-Zoll-Einbaurahmen, Softwaretreiber für bekannte Pakete und Hochsprachen sowie eine schnelle Web Remote Control via LAN stehen ebenfalls zur Verfügung.

Rigol bietet viele Erweiterungen wie etwa höhere Bandbreiten oder die Speichererweiterung per Software Upgrade an. Serielle Triggerung und Decoding (SPI, I2C, RS-232/UART, CAN und LIN) sind standardmäßig im Gerät enthalten. 

Rigol, Halle A3, Stand 231

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