Schwerpunkte

Interview mit Rigol Technologies

»Wir haben uns in Europa etabliert«

06. November 2020, 12:50 Uhr   |  Nicole Wörner


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

Konkurrenz belebt das Geschäft....

Und wie behaupten Sie sich im internationalen Konkurrenz-Umfeld?

Die Konkurrenzsituation hat sich unter anderem durch asiatische Follower nicht gerade vereinfacht. Wir haben uns mittlerweile gut darauf eingestellt. Die herkömmlichen Anbieter haben sich auch etwas auf uns eingestellt. Mit unserem konstanten Weg – herausragende Qualität und Preis/Leistung kombiniert mit unseren innovativen Lösungen – können wir nach wie vor punkten und uns sehr gut behaupten.

Man sagt ja, Konkurrenz belebt das Geschäft …

Ja, der Markt ist groß, und für uns ergeben sich daraus natürlich auch Chancen.

Dennoch etablieren sich auch die – wie Sie sagen – asiatischen Follower auf dem europäischen Markt. Spüren Sie die Konkurrenz?

Das muss man differenziert betrachten. In der Industrie spüren wir das weniger, im semiprofessionellen Bereich wird schon mehr verglichen zwischen günstigen Angeboten. Im Education-Markt ist es regional unterschiedlich. Unser Fokus liegt darauf, alle Märkte gut zu bedienen. In der Industrie ist viel Kapital vorhanden, aber mit dem semiprofessionellen Segment sind wir gewachsen und groß geworden. Das werden wir nicht vergessen. Auch der Education-Markt ist unglaublich wichtig für einen Messtechnik-Hersteller. Denn die Studenten von heute sind die Kunden von morgen.

Wie ist Rigols Standing in China selber? Immerhin gibt es auch dort Konkurrenz im Low-End-Segment.

Rigol hat ein herausragendes Standing in China. Gerade in China werden die hohe Innovation und die hohe Rate an neuen Produkten im oberen technischen Segment sehr geschätzt. Wir arbeiten mit vielen Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammen und haben in China sogar eine Rigol-Universität gegründet, und eine ganze Reihe von Professoren schulen unsere Mitarbeiter. Damit unterstreichen wir unsere Nähe zu Forschung und Entwicklung. Rigol war der erste große nationale Messtechnik-Hersteller – und ist damit auch seit Langem der Platzhirsch im chinesischen Markt.

Von welchem Marktsegment erwarten Sie weitere Wachstumsschübe?

Der Oszilloskop-Markt steht nach wie vor auf Wachstum und wird auch einer unserer wichtigsten Absatzmärkte bleiben. Aber auch die EMV bietet eine hohe Dynamik. Hier geht es um mehr als nur um ein Messgerät. Sonden, Generatoren, Antennen – all das zählt dazu. Ein weiterer Wachstumsmarkt ist das IoT. Insgesamt entwickelt sich der Hochfrequenz-Messtechnik-Markt sehr gut, und wir erwarten gerade mit den zusätzlichen Funktionen unserer HF-Geräte und den höheren Frequenzen weiteres Wachstum.

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1. »Wir haben uns in Europa etabliert«
2. Ein starkes Vertriebsnetzwerk ist wichtig
3. Konkurrenz belebt das Geschäft....
4. Eine Frage der Marke?

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