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Neue Oszilloskop-Plattformen

»Der Bedarf an Mehrkanalmessungen wächst«

01. Oktober 2020, 12:20 Uhr   |  Nicole Wörner


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Tektronix: 4, 6 oder 8 FlexChannel-Kanäle

Tektronix adressiert den Trend nach hochgenauen Mehrkanalmessungen mit der neuen Mixed-Signal-Oszilloskop-Serie 6B. Basierend auf der Vorgängerserie Serie 6 sind die Modelle der 6B-Serie mit vier, sechs oder acht analogen Kanälen und mit Bandbreiten bis 10 GHz erhältlich, wobei Tektronix auch in der neuen Serie seine FlexChannel-Technologie einsetzt. Das heißt, jeder analoge FlexChannel-Eingang kann mit einer TLP058 Logic Probe in acht digitale Kanäle umgewandelt werden.

Das Besondere an den Geräten ist die Kombination der Features: Mit bis zu acht analogen Kanälen, der FlexChannel-Technologie, einer voll ausbaufähigen Bandbreite von bis zu 10 GHz und einer Abtastrate bis 50 GSample/s lassen sich Signale bedarfsgerecht und detailgetreu darstellen. Das Rauschen ist minimal, es liegt bei 1 mV/Div und 1 GHz bei weniger als 51,1 µV und bei 50 mV/Div und 10 GHz bei weniger als 1,39 mV. 

Das MSO6 B bietet eine Reihe von Optionen zur Vereinfachung der Protokolldekodierung, Konformitätsprüfung für serielle Standards, Jitter- und Leistungsanalyse. Eingebaute digitale Abwärtswandler (DDCs) hinter jedem Kanal ermöglichen die mehrkanalige Spektrumanalyse. Die Frequenzbereichsdarstellung wird mit den Wellenformen im Zeitbereich synchronisiert, um so eine Korrelation zwischen Ereignissen im Frequenz- und Zeitbereich zu ermöglichen.

MSO 6B mit 8 Kanälen.
© Tektronix

Mehrkanalmessungen mit vier, sechs oder acht FlexChannel-Kanälen und mit Bandbreiten bis 10 GHz – die neue MSO6B-Serie von Tektronix. 

Das kapazitive 15,6-Zoll-HD-Touchdisplay mit Pinch-Zoom-Swipe-Funktion bietet eine intuitive objektbezogene Drag&Drop-Benutzeroberfläche. Interessant: Der Anwender kann zwischen Windows 10 und geschlossenen Betriebssystemen umschalten, ohne Einbußen bei Leistung oder Benutzerfreundlichkeit hinnehmen zu müssen. Die Serie 6 B MSO enthält eine austauschbare SSD, die zusammen mit optionalen Sicherheitslizenzen die Verwendung des Oszilloskops in einer sicheren Umgebung ermöglicht und so Cybersicherheitsbedrohungen minimiert. 

Damit auch der Signalabgriff sicher gelingt, hat Tektronix die Tastkopf-Schnittstelle TekVPI entwickelt. Sie kommuniziert nahtlos mit einer Vielzahl von Tastköpfen, vereinfacht die Einrichtung und reduziert die Wahrscheinlichkeit, Fehler zu machen. Der ebenfalls neue TDP7710-TriMode-Tastkopf ist ein gutes Beispiel hierfür; mit einer Bandbreite von 10 GHz ermöglicht er die Umschaltung zwischen Differenz-, Gleichtakt- und Single-Ended-Messungen, ohne dabei den Tastkopf neu anschließen zu müssen.

Nicht erst seit Corona wird die Möglichkeit, remote zu arbeiten immer wichtiger. Tektronix adressiert dies zum einen mit der eScope-Software, mit der sich das Oszilloskop über einen beliebigen Browser steuern lässt und mit der Anwender Live-Updates von Wellenformen, Analyseergebnissen und Messungen ansehen und die Erfassungseinstellungen, Messungen und Anzeigekonfiguration einstellen und ändern können. Zum anderen bietet die TekScope PC Analysis Software die Möglichkeit, Oszilloskop-Analysen ohne Oszilloskop durchzuführen. Dabei verwendet sie die MSO-Benutzeroberfläche der Serien 4/5/6/6B. Es lassen sich 
bis zu zwei Oszilloskope anschließen – für Live-Analysen auf bis zu 16 Kanälen.

Die neue MSO-6B-Serie soll die MSO6-Serie ablösen. Für das MSO64 bietet Tektronix aktuell ein Trade-In-Programm an. Preislich liegt die neue 6B-Serie bei ab 25.900 Euro. Mit im Preis enthalten ist je ein passiver 1-GHz-Tastkopf TPP1000 pro Kanal. 

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1. »Der Bedarf an Mehrkanalmessungen wächst«
2. Tektronix: 4, 6 oder 8 FlexChannel-Kanäle
3. Keysight: 4 oder 8 Kanäle im 8-in-1-Gerät
4. Yokogawa: 4, 8, 12 oder gar 16 analoge Kanäle

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