Multicore: Turbo für die Rechenleistung

Alle namhaften Prozessorhersteller gehen immer mehr auf Multicore-Architekturen über, die die heute geforderten Leistungssteigerungen bieten können. Doch die Entwicklungs- und Applikations-Software muss bei diesen Konzepten auch mitspielen. Tut sie mittlerweile auch.

Taktfrequenz-Erhöhung reicht nicht mehr: Multicore heißt stattdessen das Stichwort, das mehr Rechenpower verheißt. Doch um Um Multicore-Prozessoren gut auszunutzen, müssen Programmierer die Vorgehensweise bei der Entwicklung von Applikationen neu überdenken und ihre Applikationen so entwerfen, dass sie die Arbeit zwischen den Kernen aufteilen. Sie müssen also im Wesentlichen eine parallele statt einer sequenziellen Applikation entwickeln.

Da es sich bei der Entwicklungs- und Programmierumgebung "LabVIEW" ja faktisch um eine Programmiersprache nach dem Datenflussprinzip handelt, können Entwickler solche parallele Anwendungen schreiben, die zusammen mit Multicore-Prozessoren und auch in FPGA-Implementierungen die gewünschten Leistungssteigerungen erzielen. In der neuen Version 8.5 dieses Programmpakets werden die parallelen Anwendungen nun praxisgerecht unterstützt.

Geboten werden überdies Filterung auf mehreren Kanälen und PID-Regelalgorithmen, um die Anzahl benötigter FPGA-Ressourcen für leistungsstarke Systeme für die Maschinensteuerung erheblich zu verringern. Daneben steht der neue "FPGA Project Wizard" zur Verfügung, der die I/OKonfiguration, IP-Entwicklung und die gesamte Erstellung von gängigen I/O-, Counter/Timer- und Encoder-Anwendungen automatisiert.

Die neue Programmversion, die von Dr. James Truchard, President, CEO und Mitbegründer von National Instruments unlängst ausführlich vorgestellt und kommentiert wurde, verfügt auch über ein neues "Statechart Module", das Anwender beim Design und der Simulation ereignisbasierter Systeme unterstützt.

Das Programm liefert nun auch erweiterten Funktionsumfang für die Schwingungsmesstechnik und bietet Werkzeuge für die Ordnungsanalyse für Überwachungssysteme von Industriemaschinen. Darüber hinaus führt die neue Version auch Werkzeuge ein, die den Prozess der Erstellung realistischer industrieller Benutzeroberflächen vereinfachen.

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