Handheld-Instrument für Augendiagramm-Messungen

Anritsu bietet das laut eigenen Angaben erste Handheld-Instrument für Augendiagramm-Messungen auf dem Physical Layer von Schnittstellen der Standards OC-192/STM-64 SONET/SDH, 10-GBit-Fibre-Channel und 10-GBit-Ethernet.

Schon mehrmals hat Anritsu in den vergangenen Monaten mit interessanten Handheld-Kommunikationsmessgeräten auf sich aufmerksam gemacht. Im Frühsommer brachte das japanische Unternehmen den Basisstationstester »MT8222A BTS Master« auf den Markt, der alle nötigen Messfunktionen für die Installation, Inbetriebnahme und Wartung von Mobilfunk-Basisstationen nach den Standards WCDMA/HSDPA und GSM/GPRS/EDGE beherrscht. Zur electronica im November folgten die vektoriellen Netzwerkanalysatoren MS2034A und MS2036A, in der Lage sowohl zu Spektrumanalysen als auch zu Zeitbereichs- und HF-Leistungsmessungen. Und pünktlich zum Jahreswechsel erschien der Augendiagramm-Analysator »Bit Master MP1026A«, von dem Anritsu überzeugt ist, er sei die erste Handheld-Lösung für Augendiagramm-Messungen auf der Bitübertragungsschicht (PHY, Physical Layer) von High-Speed-Schnittstellen der Standards OC-192/STM-64 SONET/SDH, 10-GBit-Fibre-Channel und 10-GBit-Ethernet.

Das akkubetriebene Gerät bietet zwei elektrische Eingangskanäle mit jeweils 25 GHz Bandbreite. Es bewältigt Augendiagramm- und Bitmustermessungen sowie Maskenkonformitätstests bei Datenraten von 0,1 bis 12,5 GBit/s. Möglich sind auch statistische Jittermessungen, wie sie zur Feinabstimmung und Überprüfung von Sendern sowie zur Fehlersuche an ihnen erforderlich sind. Weil es nur 314 x 211 x 78 mm groß ist und einschließlich Akku 4 kg wiegt, braucht das Instrument wenig Platz auf Arbeitstischen und ist leicht zu transportieren. Sein typischer Eigenjitter beschränkt sich auf 1 ps (RMS), sein elektrisches Rauschen auf 1 mV (RMS). Die maximale Abtastrate beträgt 100 kSample/s.

In der Fertigung überprüft das Gerät mittels Maskenvergleichs-Funktion und benutzerspezifischer Histogrammfenster, ob Sender die entsprechenden Spezifikationen einhalten. Anwender haben die Wahl zwischen Standardmasken und selbst definierten Masken. Geeignet ist das Instrument für Forschung, Entwicklung und Fertigung ebenso wie für Inbetriebnahme und Wartung am Ort des Geschehens.