Durchbruch mit »True Differential«-Messungen

Netzwerkanalysatoren waren bisher nur in der Lage, aus unsymmetrischen Einzelmessungen die differenziellen Parameter mathematisch zu berechnen.

Rohde & Schwarz hat nun die Netzwerkanalysatoren R&S ZVA und ZVT via Software-Optionen um einen echten differenziellen Messmodus bis 40 GHz erweitert. Damit ist erstmals die präzise Charakterisierung von nichtlinearen symmetrischen Komponenten möglich.

Bei den neuen differenziellen Messungen erzeugen zwei interne Generatoren Signale mit identischer Amplitude und 0 bzw. 180 Grad Phasenversatz. Die Amplituden- und Phasenbeziehung stellt der Netzwerkanalysator an jedem Messpunkt neu ein und berücksichtigt damit auch Schwankungen der Eingangsreflexion des Messobjekts. Die gemessenen differenziellen Wellengrößen und damit auch die Mixed-Mode-S-Parameter sind vollständig systemfehlerkorrigiert.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, das Messobjekt mit einem Gegen- oder Gleichtaktsignal anzuregen und die absolute Ausgangsleistung im Gegen- oder Gleichtaktmodus zu messen. Die Amplitudenoder Phasenbeziehung des differenziellen Signals ist variabel einstellbar. Sie kann auch gesweept werden, so dass sich nichtideale reale Anregungszustände simulieren lassen.