Energie&Technik Mehr Energie für Ihre Kommunikation

Der Photovoltaikmarkt wird weiter wachsen – auch nach der Reduzierung der Förderungen. Denn nach wie vor ist es unter den gegebenen Bedingungen lohnend, in Photovoltaikanlagen zu investieren. Die Intersolar in diesem Jahr in München hat gezeigt,...

...dass das Interesse an der Photovoltaik und nicht zu vergessen der Solarthermie nach wie vor sehr hoch ist. Das ist die gute Nachricht.

Dennoch haben die Hersteller der entsprechenden Anlagen in Deutschland zu kämpfen. Sie sind dem globalen Wettbewerb ausgesetzt und müssen sich ihm stellen. Das bedeutet, effizienter als bisher zu fertigen, die Produktivität zu erhöhen und die Qualität zu verbessern. Daran arbeiten die Unternehmen bereits und können dabei von den Erfahrungen anderer deutscher Vorzeigebranchen profitieren, allen voran der für ihre rigiden Qualitätsanforderungen bekannt Automobilindustrie.

Umorientieren muss sich auch die Energiebranche. Kein Vortrag in einschlägigen Konferenzen kommt mehr ohne ein Bild aus, auf dem die schöne neue Energiewelt zu sehen ist: Auf der einen Seite Windräder und Photovoltaikanlagen. Auf der anderen Seite Haushalte mit intelligenten Zählern (Smart Meters) und intelligenten Haushaltsgeräten. Die Verbindung geschieht über das intelligente Netz (Smart Grid). Die fluktuierenden Energiequellen speisen den Strom ins Netz ein und liefern ihn über »Stromautobahnen« – oft über Hochspannungsgleichstromübertragung – in weit entfernte Regionen. Sehr häufig sieht man auf der Seite der Haushalte gleich noch die Hausvernetzung eingezeichnet und in der Garage steht das Elektroauto, das gerade an der Steckdose betankt wird bzw. aus seiner Batterie Strom ins Netz zurückliefert. Vor dem Haus sorgen effiziente LED-Straßenlampen für Licht in der Nacht. Damit alles intelligent wird, also steuerbar, kommuniziert alles mit allem.

Bis es soweit ist, dass dieses Bild die Realität widerspiegelt, bleibt allerdings noch eine Menge zu tun. Die Energieversorger müssen sich zu Dienstleistungsunternehmen wandeln, sie müssen Service-Leistungen anbieten, Kundenbindungskonzepte entwickeln und komplexe Tarifsysteme einführen. Das bedeutet enorme organisatorische aber auch enorme technische Herausforderungen.

Sogar die Frage, wie die intelligenten Zähler – nur ein kleines Element in dem oben beschriebenen Bild – in die Haushalte kommen, ist noch offen. Auf der einen Seite gibt es keine eindeutige Definition, was ein Smart Meter ist, auf der anderen Seite gibt es die unterschiedlichsten Möglichkeiten, Smart Meters technisch zu realisieren und kommunizieren zu lassen. Kein Wunder, dass die EVUs derzeit noch zögern. Sie erwarten sich klarere Gesetze, die genauer beschreiben, was unter einem Smart Meter zu verstehen ist und was er alles können muss.

Es sind also noch einige Hürden zu überwinden, zumal der intelligente Zähler sich als Kristallisationspunkt für den Aufbau von Haushaltsvernetzungen erweisen könnten. Hier ist der Markt noch zersplitterter als im reinen Zählerbereich. Dazu nur ein Blick auf die vielen Branchen, die sich im Smart Home treffen: Von der Daten- und Telekommunikation, dem Heizungsbau und erneuerbaren Energiequellen über Smart Meters, Beleuchtung und Haushaltsgeräten bis hin zur Telemedizin und zur Automobilindustrie, um nur einige zu nennen.

Wer also verstehen will, wie Energieeffizienz zu erreichen ist, muss sich kontinuierlich über die Entwicklungen in ganz unterschiedlichen Gebieten auf dem Laufenden halten. In der kommenden Ausgabe der Energie&Technik berichten wir über die neusten Entwicklungen auf diesen Gebieten und wir zeigen, welche elektronischen Komponenten Subsysteme und Systeme erforderlich sind, um Energieeffizienz umzusetzen – sowohl in der Industrie als auch in den Haushalten. Und wir zeigen, was sich heute realisieren lässt, wo die Hürden für künftige Entwicklungen liegen und wie sie übersprungen werden können.

 

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Energie&Technik 4/2010

Erscheinungstermin: 1. Oktober 2010

Anzeigenschluss: 7. September 2010

Kontakt: media@energie-und-technik.de